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Algo Grande geht in die Offensive: 8.000-m-Bohrprogramm soll Kupferkorridor erschließen

5 Min.
Algo Grande geht in die Offensive: 8.000-m-Bohrprogramm soll Kupferkorridor erschließen

Algo Grande Copper (WKN A41UK1 / TSXV ALGR) bringt sein Adelita-Projekt in Sonora einen Schritt näher an die nächste Bohrkampagne. Das Unternehmen hat Major Drilling Group International mit der Durchführung eines rund 8.000 Meter umfassenden Phase-II-Programms beauftragt und zugleich die Erdarbeiten auf dem Projekt gestartet.

Damit geht Adelita in eine Phase über, in der nicht mehr nur einzelne Zielgebiete vorbereitet werden, sondern eine breit angelegte Bohrkampagne auf Distriktebene. Im Zentrum stehen dabei mehrere hochrangige Zonen rund um das Cerro Grande-Target, ergänzt um weitere Ziele, die das geologische Potenzial des Projekts über den bekannten Kernbereich hinaus unterstreichen.

Die jetzt angelaufenen Arbeiten konzentrieren sich zunächst auf die praktische Vorbereitung des Geländes. Dazu gehören die Instandsetzung bestehender Zufahrtsstraßen sowie der Ausbau zusätzlicher Zugangswege, um die Mobilisierung der Geräte zu erleichtern. Der Schwerpunkt liegt dabei zu beiden Seiten des Skarn-Ziels Cerro Grande, wo die ersten Bohrungen stattfinden sollen. Für Algo Grande ist das ein wichtiger operativer Schritt, weil damit die Voraussetzungen geschaffen werden, mehrere Zielgebiete in kurzer Abfolge zu testen.

Algo Grande bereitet Phase II auf Adelita systematisch vor

Im Rahmen der Vorbereitungen werden derzeit rund 30 Bohransatzpunkte mit einer Größe von jeweils 7 mal 7 Metern angelegt. Diese Plattformen verteilen sich auf den Cerro-Grande-Skarn und dessen Erweiterungen, darunter die südlichen und nordwestlichen Zonen. Hinzu kommen weitere priorisierte Zielgebiete wie Cerro Potrero South und Las Trancas. Zusammengenommen entsteht daraus eine Bohrkampagne, die nicht nur auf einen einzelnen Entdeckungspunkt ausgerichtet ist, sondern auf ein größeres mineralisiertes System.

Besonders interessant ist Cerro Potrero South. Dort hat Algo Grande einen etwa 300 Meter langen Skarn-Aufschluss identifiziert, der rund drei Kilometer von Cerro Grande entfernt liegt. Las Trancas wiederum wird als epithermales Ziel mit deutlicher Silber-, Kupfer– und Goldmineralisierung beschrieben. Diese Kombination aus Skarn- und epithermalen Zielgebieten zeigt, dass Adelita geologisch mehrere mineralisierte Systeme umfasst. Für die nächste Bohrphase bedeutet das, dass Algo Grande nicht nur auf Erweiterungen einer bekannten Zone setzt, sondern zugleich neue Schwerpunkte innerhalb des Projekts testen will.

Der Fokus bleibt dennoch klar: Die ersten Bohrungen sollen vor allem dabei helfen, die Dimension hochgradiger Kupfermineralisierung entlang des kalksteinführenden Korridors von sechs Kilometern Länge zu überprüfen und weiter abzugrenzen. Genau dieser Korridor bildet das Rückgrat des Projekts und verbindet die bisherigen Entdeckungen mit zusätzlichem Explorationspotenzial.

Adelita stützt sich auf mehrere Datensätze für die Bohrzielauswahl

Parallel zu den Erdarbeiten hat Algo Grande ein umfassendes Explorationsupdate für Adelita vorgelegt. Mehrere Programme, die das geologische Verständnis auf Projektebene schärfen sollen, sind inzwischen abgeschlossen oder nähern sich ihrer Fertigstellung. Dazu zählen eine LiDAR-Befliegung über das gesamte Projekt, eine laufende Magnetik-Untersuchung per Drohne sowie ein geochemisches Beprobungsprogramm auf Distriktebene.

Wie Algo Grande erklärt, ist die LiDAR-Erhebung bereits abgeschlossen. Noch stehen aber die finale Verarbeitung der hochauflösenden Daten und die entsprechenden Endprodukte aus. Diese Daten dürften vor allem für die topografische Interpretation und die präzisere Ableitung geologischer Strukturen von Bedeutung sein. Die Magnetik-Erhebung mit der Drohne ist nach Unternehmensangaben zu rund 60 % abgeschlossen. Die Arbeiten mussten vorübergehend unterbrochen werden, nachdem Ausrüstung beschädigt wurde. In den kommenden Wochen soll das Programm jedoch fortgesetzt werden. Nach Abschluss erwartet Algo Grande zusätzliche Hinweise auf Untergrundstrukturen und mögliche Kontrollen der Mineralisierung.

Ergänzt wird das Ganze durch ein geochemisches Bodenprobenprogramm im Distriktmaßstab. Dabei wurden 1.685 Proben auf einer Fläche von rund 8 Quadratkilometern entnommen. Aktuell werden diese Proben mit tragbarer XRF-Technologie analysiert. Die etwa 10 % der auffälligsten Ergebnisse sollen anschließend an ein unabhängiges zertifiziertes Labor für detaillierte geochemische Untersuchungen übergeben werden. Gerade diese Kombination aus Fernerkundung, Geophysik und Geochemie ist für die Zielauswahl der Bohrungen entscheidend, weil sie die Datenbasis für die Priorisierung der einzelnen Ansätze deutlich verbreitert.

Warum die laufenden Arbeiten für Algo Grande wichtig sind

Für Algo Grande markiert diese Phase den Übergang von der Datenerhebung zur gezielten Umsetzung in einem Bohrprogramm. Das Unternehmen erwartet, nach der Zusammenführung der unterschiedlichen Datensätze in den kommenden Wochen ein Update zu den priorisierten Bohrzielen für Phase II der Bohrungen liefern zu können. Der Start des Programms ist für Mai vorgesehen. Das spricht dafür, dass die aktuelle Vorbereitung bereits auf einen engen Zeitplan ausgerichtet ist und die finale Auswahl der Bohrziele unmittelbar bevorsteht.

Adelita umfasst 5.895 Hektar und liegt im Arizona-Sonora-Kupfergürtel, einer der bedeutenden Kupferregionen Nordamerikas. Das Projekt wird von der hochgradigen Kupfer-Silber-Gold-Entdeckung Cerro Grande getragen, die nach Unternehmensangaben eine starke Kontinuität entlang eines definierten Korridors von mehr als sechs Kilometern zeigt. Darüber hinaus deuten die Neuaufbereitung älterer geophysikalischer Daten sowie Kartierungen im Gelände auf ein mögliches Porphyrsystem in der Tiefe hin. Das legt ein klassisches Skarn-Porphyr-Modell nahe, wie es aus mehreren bedeutenden Lagerstätten im Nordwesten Mexikos bekannt ist.

Für Algo Grande ergibt sich daraus ein klarer Rahmen: Die zweite Bohrphase auf Adelita soll nicht nur bekannte hochrangige Ziele weiterverfolgen, sondern auch das größere geologische Gesamtbild testen. Mit den angelaufenen Erdarbeiten, den fast abgeschlossenen Explorationsprogrammen und der Beauftragung von Major Drilling ist das Unternehmen nun operativ so weit, die nächste Bohrkampagne auf eine breitere und datengetriebene Grundlage zu stellen. Damit rückt Adelita als Kupfer-Silber-Gold-Projekt in Sonora in eine entscheidende Phase, in der sich zeigen dürfte, wie groß das System entlang des Cerro-Grande-Korridors und in den umliegenden Zielgebieten tatsächlich angelegt ist.

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