Cerro de Pasco Resources (TSXV: CDPR; BVL: CDPR; FRA: N8HP) meldet einen entscheidenden Meilenstein bei der Erschließung seines Quiulacocha-Tailings-Projekts in Zentralperu. Nach über 110 Laborversuchen und dem erfolgreichen Betrieb einer kontinuierlichen Mini-Pilotanlage steht das Aufbereitungskonzept fest. Das geplante Verfahren sieht eine hocheffiziente, zweistufige Flotation vor, die werthaltige Metalle sichert und gleichzeitig die Umweltsanierung der historischen Rückstände wirtschaftlich tragfähig macht.
Die Eckpfeiler:
- Hocheffiziente Ausbeute: Im Pilotbetrieb wurden bereits 94 % des Silbers und 92,5 % aller Sulfide in ein verarbeitbares Massenkonzentrat überführt.
- Zwei kommerzielle Produktströme: Die metallurgische Trennung liefert ein edelmetallreiches Basismetallkonzentrat (Zink, Blei, Kupfer, Silber) sowie ein hochgradiges Pyritkonzentrat (90–95 % Pyrit) für die Schwefelsäureproduktion.
- Massiver ESG-Hebel: Der Pyritgehalt der verbleibenden Rückstände wird so von 54 % auf nur noch 4 % gesenkt. Dies minimiert das Risiko saurer Grubenwässer drastisch und sichert staatliche Unterstützung für das Sanierungsprojekt.
- Logistischer Vorteil: Eine direkte Schienenverbindung führt vom Projektstandort zum tiefen Exporthafen Callao nahe Lima, was den kostengünstigen Abtransport von Massengütern garantiert.
Starke Ausbeutungsraten im Pilotbetrieb bei SGS
Die metallurgische Validierung erfolgte bei SGS in Santiago de Chile anhand einer zwölf Tonnen schweren Großprobe, die um den Jahreswechsel 2025/2026 aus einem Testschurf entnommen wurde. Der kontinuierliche Betrieb über mehrere Schichten von jeweils zehn bis zwölf Stunden bestätigte die zuvor im Labor ermittelten Kennwerte.
Da Pyrit im Ausgangsmaterial der Bohrungen von 2024 über die Hälfte der Masse ausmacht (54,24 % in der Testprobe) und das Silber eng an diese Sulfide gebunden ist – primär als feine Einschlüsse von Argentit/Akanthit und Matildit im Pyritgitter –, setzt das Aufbereitungskonzept auf eine frühe gemeinsame Flotation. Im Pilotbetrieb gelangten neben dem Silber auch 73 % des Zinks in das primäre Massenkonzentrat.
Diese Ergebnisse korrespondieren exakt mit den vorangegangenen Labortests, die stabile Bandbreiten lieferten:
- Silber-Rückgewinnung: 87 % bis 95 %
- Pyrit-Rückgewinnung: 93 % bis 99 %
- Zink-Rückgewinnung: 62 % bis 82 %
- Blei-Rückgewinnung: 60 % bis 78 %
Im Zuge dieses Prozesses wurden über 94 % der nicht-sulfidischen Begleitminerale direkt in die finalen, gereinigten Rückstände abgetrennt, was deren Sulfidgehalt auf ein Minimum reduziert.
Pyrit als strategische Antwort auf die globale Schwefelkrise
Was metallurgisch lange als Herausforderung galt, erweist sich angesichts veränderter Weltmarktdaten als potenziell hochrentabler Produktstrom. Das angestrebte Pyritkonzentrat mit einem Reinheitsgrad von 90 bis 95 % soll geröstet werden, um Schwefeldioxid für die Herstellung von Schwefelsäure zu generieren. Schwefelsäure ist weltweit ein kritischer Inputstoff für die Düngemittelindustrie sowie für die Laugung von Batteriemetallen.
Da traditionelle Schwefelquellen aus der Öl- und Gasraffination kontinuierlich sinken, während chinesische Exportbeschränkungen und geopolitische Spannungen im Nahen Osten die globalen Lieferketten belasten, steigt das Interesse an alternativen Schwefelträgern rasant. Cerro de Pasco Resources führt hierzu bereits erste, unverbindliche Gespräche mit potenziellen industriellen Abnehmern.
Nächste Schritte und erweiterte Werttreiber
Als nächste operative Schritte stehen die detaillierte Trennung der Basismetalle aus dem Massenkonzentrat, die Herstellung hochreiner Pyritproben sowie Röst- und Laugungsversuche an. Parallel evaluiert das Unternehmen innovative Flotationstechnologien zur Verarbeitung von Feinstpartikeln.
Zusätzliches Upside-Potenzial bieten explorative Begleituntersuchungen auf kritische Metalle: Erste Analysen zeigen nennenswerte Gallium-Anteile in der Silikatfraktion sowie Indium-Vorkommen, die an das Zinkmineral Sphalerit gebunden sind.
Sämtliche Ergebnisse werden in einem zusammenfassenden metallurgischen Bericht gebündelt, dessen Veröffentlichung für das zweite Halbjahr 2026 geplant ist. Diese Daten fließen direkt in die erste offizielle Ressourcenschätzung sowie in die anschließenden technischen Studien für das Quiulacocha Projekt zur Wiederaufbereitung von Abraumhalden ein.
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