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Gold: Abverkauf eröffnet neue Chancen – vor allem bei Minenaktien

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Gold: Abverkauf eröffnet neue Chancen – vor allem bei Minenaktien

Der jüngste Rücksetzer am Goldmarkt ist laut der Experten der Bank of America (BofA) weniger ein Grund zur Sorge, sondern vielmehr eine strategische Einstiegschance. Zwar zwingt das veränderte Makro-Umfeld die Analysten dazu, ihr extrem bullisches 6.000-Dollar-Kursziel bis zum Frühjahr 2027 vorerst aufzuschieben, doch genau diese Korrektur eröffnet ihnen zufolge nun lukrative Perspektiven. Das langfristige fundamentale Setup ist völlig intakt geblieben – und insbesondere bei Minenaktien haben sich massive Bewertungsabschläge gebildet, so die Analysten.

Makro-Schwäche als strategisches Zeitfenster

Dass der Goldpreis zuletzt unter die wichtige Marke von 4.000 US-Dollar gerutscht ist, liegt primär an kurzfristigen Zinsängsten. Der geopolitische Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die daraus resultierende globale Energiekrise zwingen die Notenbanken, Zinserhöhungen statt der erhofften -senkungen ins Auge zu fassen. Der Markt preist laut CME FedWatch Tool für Dezember einen Zinsschritt fast vollständig ein.

Für strategische Investoren könnte genau diese zinsgetriebene Schwächephase aber ein attraktives Zeitfenster öffnen. Laut großen Investmentbanken wie der BofA, UBS und Goldman Sachs bleiben die strukturellen Treiber des Goldpreises von der aktuellen Zinsdebatte völlig unberührt: Die ausufernden US-Haushaltsdefizite und der unaufhaltsame Trend zur Entdollarisierung stützen den Markt massiv.

Wie groß das Potenzial auf der Käuferseite noch ist, zeigt eine aktuelle Umfrage: Fast 75 Prozent der Zentralbanken wollen ihre Dollarbestände reduzieren, was unweigerlich zu weiteren Goldkäufen der Notenbanken führen dürfte. Gleichzeitig sind Privatanleger stark unterinvestiert; Goldanlagen machen aktuell nur rund 5,5 Prozent der globalen Portfolios aus.

Goldminenaktien: Der Hebel der aktuellen Korrektur

Die größte Chance im gegenwärtigen Marktumfeld identifiziert die BofA im Sektor der Goldminenaktien. Die Korrektur am Spotmarkt hat hier zu Diskrepanzen geführt, die Investoren ein asymmetrisches Chance-Risiko-Verhältnis bieten.

Ein Preis-Nettoinventarwert-Modell der BofA belegt: Die beobachteten Produzenten preisen im Durchschnitt lediglich einen Goldpreis von 3.354 US-Dollar je Unze ein. Das bedeutet, der Sektor wird immer noch mit einem massiven Abschlag von 19 Prozent gegenüber dem ohnehin schon korrigierten Spotpreis gehandelt.

Diese Unterbewertung zieht sich durch die gesamte Branche, bietet durch eine breite Streuung aber auch Raum für gezieltes Stock-Picking. Während Wheaton Precious Metals (NYSE: WPM) in der BofA-Berechnung einen impliziten Goldpreis von 4.395 US-Dollar aufweist, liegt Franco-Nevada (NYSE: FNV) mit extrem defensiven 2.416 US-Dollar am unteren Ende der Bewertungsspanne. Fazit der Bank of America: Wer die kurzfristige Zinsvolatilität aushält, findet aktuell seltene Einstiegsniveaus in einem strukturell gestützten Markt.

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