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Goldpreis fällt unter 4.000 Dollar: Makrodaten und starker Dollar drücken Edelmetalle

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Goldpreis fällt unter 4.000 Dollar: Makrodaten und starker Dollar drücken Edelmetalle

Der Goldpreis ist im US-Handel massiv unter Druck geraten und hat die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar je Unze durchbrochen. Zur Stunde notiert Spotgold bei rund 3.974 US-Dollar, während Silber im Sog dieser Abwärtsbewegung auf 58,46 US-Dollar nachgibt. Haupttreiber dieser Schwäche, die sich seit der Fed-Sitzung Mitte Juni beschleunigt hat, sind ein starker US-Dollar sowie neu eingepreiste Zinserhöhungsrisiken.

Der Offenmarktausschuss beließ den Leitzins zwar bei 3,50 bis 3,75 Prozent, hob jedoch die Zinsprognose für Ende 2026 auf 3,8 Prozent an. Gleichzeitig stieg die mittlere PCE-Inflationserwartung. Diese Aussicht auf eine anhaltend straffe Geldpolitik trieb den US-Dollar auf ein 52-Wochen-Hoch von gut 101,70 Punkten und hält die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei 4,3 Prozent, was die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall massiv erhöht.

Zusätzlich belastet der Wegfall der geopolitischen Risikoprämie die Kurse. Nach einer vorläufigen Einigung zwischen den USA und dem Iran entspannt sich die Lage an der Straße von Hormus. Die zunehmende Durchfahrt von Öltankern drückte die Preise für WTI auf rund 71 US-Dollar und Brent auf 76 US-Dollar je Barrel, womit auch der kurzfristige Inflationsaufschlag schwindet. Statt auf Krisenszenarien blicken Investoren nun auf die anstehende Flut an US-Makrodaten am Donnerstag. Vor der Veröffentlichung der PCE-Inflation, der BIP-Zahlen und der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe reduzieren viele Marktakteure ihr Exposure in Edelmetallen.

Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild für Gold nach dem Fall unter 4.000 US-Dollar eingetrübt. Der Bereich um 4.100 US-Dollar hat sich nach gescheiterten Erholungsversuchen in einen massiven Widerstand gewandelt. Um das Momentum zu drehen, müssen die Bullen den Preis nachhaltig über die Zone von 4.100 bis 4.180 US-Dollar heben. Auf der Unterseite drohen durch ausgelöste Stop-Loss-Orders nun tiefere Ziele bei rund 3.998 und 3.886 US-Dollar, wenngleich der tägliche MACD-Indikator bald auf ein überverkauftes Niveau hindeuten könnte. Bei Silber führte der Rutsch unter die Marke von 61 US-Dollar zum tiefsten Stand seit Dezember. Die nächste maßgebliche Unterstützung findet sich nun bei 58,50 US-Dollar, bevor das Metall in Richtung 54 US-Dollar abrutschen könnte. Eine nennenswerte charttechnische Aufhellung setzt bei Silber erst wieder ab Kursen jenseits der Widerstandszone von 61 bis 62 US-Dollar ein.

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