Lake Victoria Gold (TSXV LVG / FSE E1K) hat mit einem rund 4.000 Meter umfassenden, mehrstufigen Bohrprogramm auf dem vollständig genehmigten Imwelo-Goldprojekt im Nordwesten Tansanias begonnen. Der Auftakt erfolgt in Area C, wo das Unternehmen die erste Tagebaugrube plant. Ziel der Kampagne ist es, die endgültigen Grubenumrisse geotechnisch abzusichern, Ressourcenkategorien zu präzisieren, potenzielle Erweiterungen entlang des Streichens und in die Tiefe zu prüfen sowie metallurgische Daten für die frühe Minenplanung zu erheben.
Wie Lake Victoria erklärte, umfasst das Programm etwa 24 Bohrungen und kombiniert kosteneffiziente RC-Bohrungen (Reverse Circulation) mit Diamantkernbohrungen.
Lake Victoria Gold: Ziele und Aufbau des 4.000-m-Programms
Im Mittelpunkt steht die Finalisierung des Grubendesigns in Area C. Dazu werden orientierte Kernproben und Gesteinsverbandsdaten erhoben, um Neigungswinkel der Böschungen, Anforderungen an die Stützsysteme und die Geometrie der Zufahrtsrampen zu verifizieren. Auf dieser Basis sollen geotechnische Domänen innerhalb der geplanten Grube abgeschlossen und die endgültigen Grubenschalen festgelegt werden. Parallel adressiert Lake Victoria Gold die Ressourcensicherheit und -konvertierung: Flach angesetzte Infill-Bohrungen schließen Lücken in der oberflächennahen Mineralisierung, um – je nach Ergebnissen – Bereiche von der Kategorie „Inferred“ zu „Measured and Indicated“ hochzustufen.
Ein zweiter Schwerpunkt gilt dem Wachstum der Ressource. Geplant sind Tests der vererzten Strukturen in rund 100 und 200 Metern vertikaler Tiefe sowie Schrittausweitungen entlang des Streichens nach Westen – über die heutigen Grubengrenzen hinaus. Ergänzend werden alle Bohrungen so ausgelegt, dass die modellierte Hauptzone vollständig durchteuft wird, um mögliches zusätzliches Potenzial in Hangend- und Liegendlagen zu bewerten, das in der historischen Ressourcenschätzung und dem aktuellen Grubendesign noch nicht berücksichtigt ist. Für die operative Vorbereitung sammelt Lake Victoria Gold außerdem Daten für ein engmaschiges Grade-Control-Programm und metallurgische Proben aus Oxid-, Übergangs- und Frischgestein, um Ausbeuten zu bestätigen und die Abbaureihenfolge in der Anlaufphase zu steuern.
Im Fokus: Area C, erste Bohrung und geologische Fragestellungen
Die erste Bohrung der Kampagne, IMWRD_005, zielt auf die Mineralisierung im westlichen Abschnitt von Area C in etwa 120 Metern vertikaler Tiefe ab. Der Ansatz sieht eine RC-Bohrung bis rund 80 Meter vor, an den sich ein etwa 150 Meter langer Diamantkern-Tail anschließt; die Endtiefe wird bei circa 230 Metern erwartet. Über das Gebiet hinaus prüft Lake Victoria Gold westlich einer nordnordost streichenden, mit Gängen gefüllten Störungszone, die Area C an ihrem Westende abschneidet. Die Struktur wird so interpretiert, dass sie die Mineralisierung um rund 50 bis 70 Meter nach Norden versetzt. Drei Step-out-Bohrungen sollen die Kontinuität über diese Versetzung hinweg testen und damit Hinweise liefern, ob sich die geplante Tagebaugrube nach Westen erweitern lässt.
Für die Tiefe plant das Unternehmen 13 Bohrungen auf Sektionen mit etwa 100 Metern Abstand, die die vererzten Linsen in rund 150 bis 200 Metern unter der Oberfläche anpeilen. Diese Ergebnisse sollen die Klassifizierung im Down-Dip untermauern und die Option einer späteren Untertagephase unterhalb der offenen Grube bewerten; aktuell wird für die Tagebauphase ein Zeitfenster von etwa 18 bis 24 Monaten in Betracht gezogen.
Historische Ergebnisse am westlichen Ende von Area C – darunter 2,0 m mit 5,06 g/t Gold ab 15 m Tiefe sowie 6,8 m mit 14,6 g/t Gold ab 33,2 m (Bohrung IMWRC-037) und 2,0 m mit 7,5 g/t Gold ab 22 m (IMWRC-038) – bilden den geologischen Kontext. Die angegebenen Längen sind Bohrlochlängen; wahre Mächtigkeiten sind nicht bekannt (Quelle: Measured Group Pty Ltd., Geology and Resource Estimate Report – Imwelo Project, 2017).
Bedeutung für Imwelo: Von der Grubenplanung bis zur frühen Produktion
Aus Unternehmenssicht ist der Start in Area C ein operativer Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Erstproduktion. Lake Victoria Gold betont, dass die Kombination aus RC- und Diamondbohrungen die Zykluszeiten verkürzen und Kosten begrenzen soll, ohne auf kerngeführte Strukturinformationen zu verzichten – entscheidend für Böschungswinkel, Rampenführung und Sicherheitsnachweise im finalen Grubendesign. Gleichzeitig entstehen Datensätze für die Grade-Control-Bohrungen, die direkt vor dem Abbau in engem Raster niedergebracht werden, um Erz-/Nebengestein exakt zu trennen und den Aufbau eines ROM-Pufferlagers (Run-of-Mine) zu unterstützen.
Metallurgisch zielt Lake Victoria Gold darauf, repräsentative Komposite über die Oxid-, Übergangs- und Frischgesteinsdomänen hinweg zu gewinnen. Bestätigte Rückgewinnungsraten in diesen Materialtypen sind zentral für die Abbausequenzierung in der Startphase. Darüber hinaus soll die Tiefentestung aufzeigen, ob unterhalb der geplanten Grube zusätzliche Unzen durch spätere Untertageaktivitäten erschlossen werden könnten. Die Prüfung von Hangend- und Liegendlagen außerhalb der modellierten Hauptzone adressiert die Frage, ob das bestehende Ressourcenmodell breiter anzusetzen ist als bislang berücksichtigt.
Gelingt der Nachweis der Kontinuität westlich der Versetzungszone, könnte dies die Grubenhülle in Area C nach Westen verschieben. Bestätigen die Down-Dip-Bohrungen Mineralisierung in 150 bis 200 Metern Tiefe, würde dies die Konvertierung von Inferred zu Indicated unterstützen und Anhaltspunkte für einen potenziellen, späteren Untertagebau liefern.
Mit dem laufenden Programm verfolgt Lake Victoria Gold somit mehrere, ineinandergreifende Ziele: die technische Absicherung des geplanten Tagebaus in Area C, die Erhöhung der Ressourcenqualität, das Potenzial für Ressourcenwachstum entlang des Streichens und in die Tiefe – und die Vorbereitung auf eine zügige operative Anlaufphase, sollte der Bau starten.
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