Die kanadische Rohstoffgesellschaft Nicola Mining (NASDAQ: NICM, TSXV: NIM, FSE: HLIA) hat den offiziellen Startschuss für ihre diesjährige Explorationssaison gegeben. Im Zentrum der aktuellen Aktivitäten steht das Vorzeigeprojekt New Craigmont, das sich in der Nähe von Merritt in der kanadischen Provinz British Columbia befindet. Das Unternehmen hat dort nun ein umfassendes Diamantbohrprogramm für das Jahr 2026 initiiert.
Dieses Vorhaben nimmt ein bisher ungetestetes geophysikalisches Zielgebiet ins Visier und soll wichtige geologische Daten liefern, um das tieferliegende Potenzial der historischen Kupfer-Lagerstätte systematisch zu evaluieren.
Nicola Mining rückt das Jotun-Zielgebiet in den Fokus
Die geologische Basis für die nun anlaufenden Bohrarbeiten bildet eine weitreichende elektromagnetische Untersuchung (Z-Axis Tipper Electromagnetic, kurz ZTEM), die von Geotech Ltd. im Jahr 2022 über das gesamte Projektgebiet hinweg durchgeführt wurde. Die Interpretation dieses umfangreichen Datensatzes brachte eine markante Widerstandsanomalie zum Vorschein, die sich unmittelbar nördlich des historischen Craigmont-Tagebaus erstreckt. Nicola Mining hat diese geophysikalische Besonderheit als das „Jotun“-Ziel definiert.
Erste greifbare Hinweise auf das Potenzial dieser Zone lieferten Bohrungen aus dem Jahr 2023. Die beiden Bohrlöcher mit den Bezeichnungen NC23-005 und NC23-006 wurden südlich der Jotun-Anomalie niedergebracht und stießen auf Alterationsmuster, die typisch für porphyrische Systeme sind. Dieser geologische Befund stützte die Annahme, dass sich in der Tiefe ein deutlich größeres mineralisiertes System verbergen könnte.
Die Geologen des Unternehmens betrachten das Jotun-Ziel daher als eine der zentralen Explorationschancen des Kupferprojekts. Es besteht die Möglichkeit, dass es sich bei dieser Anomalie um die eigentliche intrusive Quelle handelt, die für die in der Vergangenheit historisch abgebaute hochgradige Kupfer-Skarn-Mineralisierung auf Craigmont verantwortlich war. Das Management von Nicola Mining weist zudem darauf hin, dass New Craigmont das Potenzial besitzt, gleich mehrere Porphyr-Zentren zu beherbergen – ein geologisches Merkmal, das in der Region nicht unüblich ist und auch bei der benachbarten Mine Highland Valley Copper zu beobachten ist.
Tiefenbohrung testet das Kupfer-Potenzial in bisher unerschlossenen Zonen
Um dieses konzeptionelle Modell in der Praxis zu überprüfen, arbeitet Nicola Mining bei der Umsetzung des laufenden Bohrprogramms mit dem Bohrdienstleister Dorado Drilling zusammen. Im Fokus steht eine gezielte Tiefenbohrung, die direkt in die interpretierte ZTEM-Widerstandsanomalie eindringen soll. Basierend auf dem aktuellen geologischen Modell und bei einer geplanten Bohrlochneigung von etwa 80 Grad sowie dem geplanten Azimut, gehen die Experten davon aus, dass die Zielzone in einer Tiefe von rund 775 Metern durchteuft wird.
Durch die Erprobung des Jotun-Ziels eröffnet Nicola Mining ein gänzlich neues, noch ungetestetes Explorationsgebiet auf New Craigmont. Die gewonnenen Bohrkerne sollen essenzielle Informationen liefern, um die Zielgenerierung und das Projektverständnis weiter voranzutreiben. Das Unternehmen erhofft sich insbesondere präzisere Daten zu den Gesteinsgrenzen, den strukturellen Kontrollmechanismen, den Alterationsmustern und der vorliegenden Mineralisierung. Diese Faktoren sind die wesentlichen Bausteine, um die Exploration eines potenziellen Porphyr-Kupfer-Systems auf der Liegenschaft strukturiert fortzusetzen.
1,5 Millionen Dollar Budget und der weitere Ausblick für 2026
Nicola Mining hat für das Explorationsprogramm 2026 ein Budget von 1,5 Millionen Dollar veranschlagt. Diese Summe deckt nicht nur die Kosten für die Diamantbohrungen ab, sondern finanziert auch flankierende geophysikalische Untersuchungen sowie umfangreiche Bodenprobenahmen. Der Zeitplan sieht vor, dass die Bohrarbeiten auf dem Kupferprojekt voraussichtlich Anfang Juni abgeschlossen werden. Direkt im Anschluss plant das Unternehmen, die Bohrgeräte auf sein Silberprojekt Treasure Mountain zu verlegen, um dort die nächste Phase der Explorationsarbeiten in Form eines weiteren Diamantbohrprogramms zu starten.
Parallel zu den Bohrungen in British Columbia laufen weitere Feldarbeiten an. Im nordwestlichen Teil von New Craigmont wird ein Bodenprobenprogramm durchgeführt, das dabei helfen soll, neue Ziele in den bisher wenig erforschten Bereichen des Projekts zu identifizieren. Zusätzlich plant Nicola Mining den Einsatz einer umfassenden „Mobile Magnetotelluric“ (Mobile MT)-Vermessung. Diese spezialisierte Technologie soll die tiefen geophysikalischen Zielzonen auf dem gesamten Gelände weiter verfeinern.
Abgerundet wird das Feldprogramm durch die Auswertung eines umfangreichen Datensatzes zum sogenannten „Thermal Vectoring“. Die vollständige Verarbeitung dieser Daten wird im Laufe der Saison erwartet und soll die Interpretation hydrothermaler Alterationsmuster erleichtern. Auf Basis dieser Ergebnisse wird Nicola Mining im Folgejahr entscheiden, ob das Gebiet der Datenerfassung weiter ausgedehnt wird. Das Unternehmen hat angekündigt, im weiteren Verlauf der Feldsaison regelmäßig über den Fortschritt der Explorationsarbeiten und die eingehenden Ergebnisse zu berichten.
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