Historische Kupfer- und Zinksulfidfunde ohne moderne Analysen, historische Minen mit spektakulären Gehalten von bis zu 166 g/t Gold an der Oberfläche und eine ungetestete, fünf Kilometer lange Leitfähigkeitsanomalie: Storm Exploration (TSX-V: STRM / WKN A3D37E) startet die erste Phase des Explorationsprogramms 2026 auf seinem zu 100 % gehaltenen Gold Standard-Projekt in Nordwest-Ontario. Ziel ist der Nachweis eines großflächigen, gold- und basismetallreichen VMS-Systems (Vulkanogenes Massivsulfid).
Das 6.121 Hektar große Projekt (289 Claims) liegt 60 Kilometer nördlich von Fort Frances und ist über ganzjährig befahrbare Forststraßen infrastrukturell hervorragend erschlossen. Geologisch befindet sich das Areal im Manitou-Stormy Lakes-Grünsteingürtel direkt auf der Manitou Stretch–Pipestone Lake-Deformationszone – einer regionalen Krustenstruktur von über 60 Kilometern Länge und bis zu 3 Kilometern Breite.
Die Explorations-Roadmap bis zu den Bohrungen im Juli:
- Boden-Geophysik (VLF): Ein geophysikalisches Team vermisst derzeit 15 Linienkilometer mittels Very-Low-Frequency-Elektromagnetik direkt über der Anomalie. Die Arbeiten dauern rund zehn Tage (mit Option auf Erweiterung) und sollen die Auflösung der 2024 per Luft-VTEM entdeckten Struktur verfeinern.
- Boden-Geochemie: Start eines systematischen Beprobungsprogramms innerhalb der nächsten zwei Wochen.
- LiDAR-Befliegung: Start in der letzten Maiwoche über die gesamte Projektfläche zur Erstellung hochauflösender Strukturmodelle (Datenverfügbarkeit im Juni).
- Kartierung & Gesteinsproben: Eine zwei- bis dreiwöchige Feldkampagne ab der ersten Juniwoche zur Eingrenzung von oberflächennahen Gold-, Kupfer- und Zinkanomalien.
- Diamantbohrungen (Phase 2): Start eines bis zu 3.000 Meter umfassenden Kernbohrprogramms im Juli, um den Leiter direkt im Untergrund auf seine Metallgehalte zu testen.
Geologische Modellierung und historisches Potenzial
Die bisherige Modellierung zeigt eine hocheffiziente Zielstruktur: Der elektrische Leiter verläuft kontinuierlich über fünf Kilometer, ist im Schnitt rund 50 Meter breit, steht nahezu vertikal und beginnt bereits innerhalb der ersten 100 Meter unter der Oberfläche. Nahe der sogenannten Scharnierzone (Faltenscheitel) zeigt die Anomalie ihre stärkste Mächtigkeit; zudem deuten geophysikalische Daten auf zwei parallele Leiterstrukturen entlang des Ost-West-Schenkels hin. Die leitfähige Zone liegt eingebettet in einer nicht-magnetischen Einheit direkt an der Grenze zu einem stark magnetischen Gesteinskörper – eine klassische Signatur für Massivsulfidlagerstätten.
Die Investment-These wird durch historische Daten untermauert: In den Jahren 1969 und 1970 teufte der kanadische Konzern Inco im Bereich der Anomalie vier flache Bohrungen ab. Alle vier trafen auf Kupfer- und Zinksulfide, wurden damals jedoch nie auf Edel- oder Basismetallgehalte analysiert.
Zusätzlich weist das Areal eine historische Goldproduktion auf (drei Minen im Betrieb zwischen 1901 und 1903). Von Storm Exploration im Jahr 2022 nahe der alten Mine HW-271 genommene Oberflächenproben lieferten bereits Gehalte von 166 g/t Gold, 197 g/t Silber und 1,47 % Kupfer.
Laut CEO Bruce Counts markiert das Programm 2026 die erste moderne, systematische Untersuchung dieses Leiters, um die geophysikalischen Daten und Altfunde in ein belastbares VMS-Bohrziel zu überführen.
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