26 Metals Inc.
26 Metals Inc. (CSE: IRON | OTCQB: IRNMF), bis August 2026 als Bolt Metals Corp. firmierend, ist ein kanadisches Rohstoffunternehmen mit klarem Fokus auf das Florália Iron Project im brasilianischen Iron Quadrangle. Das Ziel ist ein hochgradiges Hämatit-Eisenerzprojekt (Direct Shipping Ore, DSO) mit vollständig trockener Aufbereitung, das nach den Plänen des Unternehmens ab dem zweiten Halbjahr 2027 produzieren soll. Ergänzt wird das Portfolio durch das Goldexplorationsprojekt Northwind in Québec.
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Investment Highlights
- Klarer Fokus auf Eisenerz: Mit der Umfirmierung in 26 Metals – die 26 ist die Ordnungszahl von Eisen – hat sich das Unternehmen auf das Florália Iron Project in Minas Gerais ausgerichtet, ein Hämatit-DSO-Projekt im Iron Quadrangle, einer der bedeutendsten Eisenerzregionen der Welt.
- Hochgradiges Produkt: In einer konzeptionellen Aufbereitungsstudie von DMT (April 2026) ließ sich Material mit rund 47–52 % Fe auf Konzentrate mit 62–68 % Fe anreichern. Das angestrebte Produkt mit 61 % Fe soll bei Silizium, Aluminium und Phosphor unter den Werten des IODEX-Benchmarks liegen.
- Vollständig trockene Aufbereitung: Brechen, Sieben, trockene Magnetscheidung und Trocknung mit Biomasse – ohne Tailings-Damm, die Rückstände werden trocken gestapelt. Laut Unternehmen ist keine Wassergenehmigung erforderlich.
- Überschaubarer Kapitalbedarf: Der konzeptionelle Investitionsbedarf bis zur Produktion liegt bei rund 12 Mio. USD für eine modulare Phase-I-Anlage mit einer genehmigungsrechtlichen Obergrenze von 1,5 Mtpa Roherz.
- Abnehmer in der Nachbarschaft: Potenzielle Käufer wie Vale (Terminals Brucutu und Água Limpa), ArcelorMittal (Andrade) und der lokale Produzent Avante liegen 34 bis 47 km Straßenweg entfernt. Eine Abnahmevereinbarung besteht bislang nicht.
- Team mit Brasilien- und DSO-Erfahrung: Head of Operations Dr. Henrique de Sales war Eisenerzgeologe bei Vale und hat mehrere Hämatit-DSO-Minen im Umkreis von 50 km um Florália entwickelt; Technical Advisor Brett Matich führte als CEO von Aztec Resources das Koolan-Island-DSO-Projekt.
- Klare Katalysatoren: Ein laufendes Bohrprogramm soll eine erste Ressourcenschätzung nach NI 43-101 ermöglichen; Machbarkeitsstudie und Baubeschluss sind für 2027, die Erstproduktion für das zweite Halbjahr 2027 angestrebt.
Unternehmen & Strategie
26 Metals Inc. (CSE: IRON | OTCQB: IRNMF) ist ein in Vancouver ansässiges kanadisches Rohstoffunternehmen. Bis August 2026 firmierte die Gesellschaft als Bolt Metals Corp. und verfolgte als Explorer ein breites Portfolio aus Edel-, Basis- und Batteriemetallprojekten in Nordamerika. Nach der Option auf das Florália Iron Project im Mai 2026 hat das Management das Portfolio überprüft und sich bewusst auf ein Kernprojekt konzentriert.
Die Umfirmierung wurde am 12. August 2026 angekündigt; seit Handelsbeginn am 19. August 2026 notiert die Aktie an der CSE unter dem Kürzel IRON. Der neue Name verweist auf die Ordnungszahl von Eisen im Periodensystem. CEO Zachary Kotowych fasst den Fahrplan so zusammen: Florália bohren, definieren, genehmigen lassen und in Richtung Produktion bringen. Aktienzahl und Bestände der Aktionäre hat die Umfirmierung nicht verändert.
Florália erwirbt 26 Metals über eine endgültige Optionsvereinbarung vom 12. Mai 2026 mit Max Iron Brazil Ltd., einer Tochter der Max Resource Corp. (TSXV: MAX). Über gestaffelte Zahlungen in Aktien innerhalb von 30 Monaten kann 26 Metals 100 % am Projekt erwerben. Den Abschluss der Options- und Schuldvereinbarungen gab Max Resource im Juni 2026 bekannt.
Marktumfeld
Eisenerz: Strukturell wichtiger Rohstoff mit Qualitätspremium
Eisenerz ist einer der volumenmäßig bedeutendsten Rohstoffe im globalen Handel und die Grundlage der Stahlproduktion – und damit ein Fundament moderner Industrie und Infrastruktur. Besondere Aufmerksamkeit genießen Projekte mit direkt verschiffbarem Hochgraderz (Direct Shipping Ore, DSO), da sie ohne aufwendige Aufbereitung vermarktet werden können und damit schneller und kosteneffizienter in Produktion gehen als Niedriggradprojekte mit umfangreichen Verarbeitungsanlagen.
Brasiliens Iron Quadrangle (Quadrilátero Ferrífero) im Bundesstaat Minas Gerais ist eine der wichtigsten Eisenerzregionen der Welt – mit Straßen, Bahn, Strom, Häfen und heimischen Stahlproduzenten vor Ort. Für ein kleines DSO-Projekt wie Florália ist das ein struktureller Vorteil: Das Produkt kann an etablierte Abnehmer in der Region geliefert werden, ohne dass eigene Logistik aufgebaut werden muss.
Gold: Zusätzliche Option in bewährter Jurisdiktion
Über das Northwind-Projekt bleibt 26 Metals am Goldmarkt beteiligt. Der Abitibi-Grünsteingürtel zählt zu den produktivsten Goldprovinzen der Welt, und Québec gilt als eine der investorenfreundlichsten Bergbaujurisdiktionen Nordamerikas.
Projektportfolio
Florália Iron Project – Flaggschiff im Iron Quadrangle
Das Florália-Projekt umfasst rund 613 Hektar im Iron Quadrangle, etwa 70 km östlich von Belo Horizonte. Die Mineralisierung besteht aus Linsen gebänderter Eisenformationen (BIF) in archaischen metamorphen Gesteinen; im Fokus steht oberflächennaher, durch supergene Anreicherung entstandener, bröckeliger Hämatit.
Ein nach JORC 2012 erstelltes Explorationsziel beziffert das Potenzial auf rund 50 bis 70 Mt bröckeligen Hämatit mit einem Aufgabegehalt von 55 bis 60 % Fe sowie zusätzlich 130 bis 170 Mt Itabirit mit 47 bis 55 % Fe. Dabei handelt es sich um ein konzeptionelles Explorationsziel, nicht um eine Mineralressource; eine Ressource nach NI 43-101 ist bislang nicht definiert. Die Datenbasis stammt aus den Programmen 2024/25: 6 Kernbohrungen über 761 m mit 222 m oxidierter Eisenformation, 86 Auger-Bohrungen über 890 m, 186 Schlitzproben (davon 68 % über 50 % Fe), geologische Kartierung an 618 Punkten sowie eine 225 km lange Drohnen-LiDAR- und Magnetik-Befliegung. Aktuell läuft ein Bohrprogramm, das eine erste Ressourcenschätzung nach NI 43-101 ermöglichen soll.
Für die konzeptionelle Aufbereitungsstudie von DMT (April 2026) wurden sechs Großproben getestet. Durch trockene Magnetscheidung ließ sich Material mit rund 47–52 % Fe auf Konzentrate mit 62–68 % Fe anreichern; für ein Produkt mit 61 % Fe wird ein Masseausbringen von rund 60 % angesetzt. Die Gehalte beruhen auf portablen XRF-Messungen, zertifizierte Analysen stehen noch aus. Das angestrebte Produkt (61 % Fe, 3,0 % SiO₂, 1,3 % Al₂O₃, 0,04 % P) läge bei den Begleitelementen unter dem IODEX-61-%-Benchmark.
Das Verfahren ist vollständig trocken: Abbau ohne Sprengung, Brechen und Sieben, trockene Magnetscheidung und Trocknung mit Biomasse auf rund 3 % Feuchte. Ein Tailings-Damm ist nicht vorgesehen, die Rückstände werden trocken gestapelt. Den Kapitalbedarf bis zur Produktion schätzt das Unternehmen konzeptionell auf rund 12 Mio. USD (Anlage ca. 6 Mio. USD; Erdarbeiten, Labor und Ausrüstung sowie Working Capital je ca. 2 Mio. USD). Phase I ist auf 1,5 Mtpa Roherz ausgelegt – eine genehmigungsrechtliche Obergrenze, keine Produktionsprognose. Eine Phase II mit bis zu 4,5 Mtpa ist konzeptionell und hängt unter anderem von einer Ressourcenerweiterung und weiteren Genehmigungen ab.
Die Umweltgenehmigung (EIA/RIMA) bei der Umweltbehörde SEMAD des Bundesstaats Minas Gerais läuft, die Vereinbarung über die Oberflächennutzung mit CENIBRA wird finalisiert. Nach Erteilung der Genehmigungen rechnet das Unternehmen mit einer modularen Bauzeit von drei bis sechs Monaten. Machbarkeitsstudie und Baubeschluss sind für 2027 angestrebt, die Erstproduktion für das zweite Halbjahr 2027. Eine Produktionsentscheidung ist noch nicht gefallen, eine Abnahmevereinbarung besteht noch nicht.
Northwind – Goldexploration im Urban-Barry-Camp
Northwind ist ein zu 100 % gehaltenes Goldexplorationsprojekt mit 53 Claims auf rund 2.986 Hektar im Urban-Barry-Goldcamp des Abitibi-Grünsteingürtels in Québec, etwa 15 km von der Windfall-Goldlagerstätte entfernt. Eine IP-Survey im Oktober 2025 (fünf Grids, ca. 11 Linien-km) ergab acht primäre Anomalien, im Mai 2026 folgte eine luftgestützte MobileMT-Survey über 402 Linien-km. Als Nächstes ist – vorbehaltlich Genehmigung und Finanzierung – eine erste Kernbohrkampagne auf die vorrangigen Anomalien geplant. Das Unternehmen führt Northwind inzwischen als sekundäres Asset neben Florália.
Kapitalstruktur & Finanzierung
Nach Angaben des Unternehmens (Stand September 2026) sind rund 46,8 Mio. Aktien ausgegeben. Hinzu kommen rund 39,9 Mio. Warrants, Optionen und RSUs sowie 26,8 Mio. Aktien im Zusammenhang mit dem Florália-Erwerb von Max Resource; voll verwässert ergeben sich pro forma rund 113,5 Mio. Aktien. Insgesamt hat das Unternehmen bislang mehr als 10 Mio. CAD eingeworben, darunter eine auf 6 Mio. CAD aufgestockte Privatplatzierung, die im Februar 2026 vollständig gezeichnet abgeschlossen wurde. Im April 2026 wurden zudem ein CFO und ein Corporate Secretary berufen.
Ausblick
26 Metals hat für die kommenden Quartale einen klaren Fahrplan: Das laufende Bohrprogramm bei Florália soll in eine erste Ressourcenschätzung nach NI 43-101 münden, parallel laufen die Umweltgenehmigung und die Sicherung der Oberflächenrechte. 2027 sollen Machbarkeitsstudie und Baubeschluss folgen; gelingt das, strebt das Unternehmen den Produktionsstart in der zweiten Jahreshälfte 2027 an. Weitere Katalysatoren sind zertifizierte Analysen zur Bestätigung der Produktqualität und mögliche Abnahmegespräche. Bei Northwind stehen die Auswertung der geophysikalischen Daten und die Vorbereitung einer ersten Bohrkampagne an.
Management
26 Metals wird von Zachary Kotowych als CEO und Director geführt, der im September 2025 an die Spitze des Unternehmens rückte. Er war zuvor in der Unternehmensentwicklung von Junior-Explorern tätig, zuletzt bei Abitibi Metals (B26-Lagerstätte), und arbeitete als Mining-Analyst bei Haywood Securities und Red Cloud Securities. Kotowych hat einen MSc in Geophysik sowie einen BSc in Mathematik und Geologie der University of Toronto.
Den Betrieb in Brasilien verantwortet Dr. Henrique de Sales aus Belo Horizonte. Der frühere Eisenerzgeologe von Vale hat Hämatit-DSO-Minen mit 1 bis 3 Mtpa entwickelt, darunter Ferro Puro, GSM und Córrego do Onça – alle im Umkreis von 50 km um Florália. Technical Advisor ist Brett Matich, Gründer von Max Iron und früherer CEO von Aztec Resources, die das Koolan-Island-Hämatit-DSO-Projekt in Australien entwickelte und 2006 von Mount Gibson Iron übernommen wurde. Dr. Chris Grainger, CEO von Helius Minerals und Mitgründer von Collective Mining, unterstützt das Team vor Ort mit über 25 Jahren Erfahrung in Südamerika. Im Board sitzt außerdem Rob Saltsman, President und Managing Partner von Paige Capital, mit 25 Jahren Erfahrung in Venture Capital und öffentlichen Beteiligungen.
Fazit
26 Metals hat sich mit der Umfirmierung vom breit aufgestellten Explorer zum fokussierten Eisenerz-Entwickler gewandelt. Das Florália-Projekt verbindet ein hochgradiges Hämatit-Produkt, ein trockenes Verfahren ohne Tailings-Damm und einen konzeptionell überschaubaren Kapitalbedarf von rund 12 Mio. USD mit einer Lage inmitten der Infrastruktur und Abnehmer des Iron Quadrangle. Bis zur Produktion sind allerdings noch wesentliche Schritte zu gehen: eine erste Ressourcenschätzung, die Genehmigungen, eine Machbarkeitsstudie und Abnahmevereinbarungen. Gelingt dieser Weg im angestrebten Zeitrahmen, könnte 26 Metals bereits 2027 vom Explorer zum Produzenten werden – mit Northwind als zusätzlicher Goldoption in Québec.