Cerro de Pasco Resources
Cerro de Pasco Resources Inc. (TSXV: CDPR | OTCQX: CDPMF | BVL: CDPR | FRA: N8HP) verfolgt einen in der Rohstoffbranche bislang ungewöhnlichen Ansatz: Statt neue Lagerstätten zu erbohren, will das in Montréal ansässige Unternehmen den Metallwert aus historischen Bergbau-Rückständen im zentralperuanischen Cerro de Pasco zurückgewinnen. Im Zentrum steht die zu 100 % gehaltene Konzession El Metalurgista, die silberreiche Aufbereitungsrückstände (Tailings) und Halden aus über einem Jahrhundert Bergbau umfasst.
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Investment Highlights
- Oberirdisches Großvorkommen: Mit der Konzession El Metalurgista kontrolliert CDPR eines der größten oberirdischen Metallvorkommen der Welt – polymetallische Tailings und Halden mit Silber, Zink, Blei, Kupfer und Gold.
- Kein konventioneller Bergbau: Die Gewinnung erfolgt ohne Bohren, Sprengen und großräumigen Abtransport, was Betriebskomplexität, Energieeinsatz und Umweltbelastung gegenüber klassischem Bergbau reduziert.
- Kritische Metalle als Zusatzpotenzial: Im Quiulacocha-Tailing wurden Gallium-Gehalte von 35 bis 141 g/t nachgewiesen; hinzu kommt Indium – beides strategisch relevante Hightech-Rohstoffe.
- Belastbare metallurgische Datenbasis: Über 110 Flotationstests sowie eine Mini-Pilotanlage stützen ein konzeptionelles Zwei-Konzentrat-Fließschema mit hohen Silber- und Sulfid-Ausbringungen (vorläufige Ergebnisse).
- NI-43-101-Ressource im Excelsior-Stockpile: Eine abgeleitete (inferred) Ressource weist 30,1 Mio. t mit 42,9 Mio. Unzen Silber, 437 kt Zink und 184 kt Blei aus.
- Strategische Partner und ESG-Fokus: Eine Projektentwicklungs-Finanzierungsvereinbarung mit der U.S. International Development Finance Corporation sowie ein ESG-orientiertes Sanierungskonzept unterstreichen die institutionelle Anbindung.
Unternehmen & Strategie
Cerro de Pasco Resources wurde 2012 von Steven Zadka mit dem Ziel gegründet, eine der historisch bedeutendsten Bergbauregionen der Welt nachhaltig zu transformieren. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich grundlegend von dem eines klassischen Explorers: CDPR adressiert keine unentdeckten Vorkommen, sondern bereits geförderte und an der Oberfläche gelagerte Materialien, deren Metallinhalt mit moderner Aufbereitungstechnik wirtschaftlich nutzbar werden soll.
Die Vision des Unternehmens ist es, eine Vorlage für nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Bergbau in Cerro de Pasco zu schaffen und kreislaufwirtschaftliche Lösungen für problematische Bergbau-Rückstände zu etablieren. Strategisch setzt CDPR auf bewährte Technologien, um Metallwert aus einigen der größten bergbaulichen Altlasten Perus zu gewinnen. Dabei sollen Skaleneffekte, Effizienz und Langlebigkeit erzielt, vorhandene Infrastruktur genutzt und Allianzen mit bestehenden Bergbaubetrieben aufgebaut werden.
Diese Doppelausrichtung aus Rohstoffrückgewinnung und Umweltsanierung ist zugleich das zentrale Alleinstellungsmerkmal und die wichtigste Einordnung für Anleger. Einerseits eröffnet die Wiederaufbereitung von Tailings ökologische Vorteile – etwa die Verringerung der Bildung saurer Grubenwässer durch die Entfernung von Sulfiden. Andererseits befindet sich CDPR in einer frühen Entwicklungsphase: Für das Flaggschiff Quiulacocha liegt noch keine NI-43-101-Ressourcenschätzung vor, und es existiert kein belastbares Cashflow-Modell. Der Unternehmenswert leitet sich derzeit aus dem nachgewiesenen Metallinhalt, den metallurgischen Fortschritten und dem Entwicklungspfad ab. Zum Stand der Präsentation wurde CDPR an der TSX Venture Exchange mit einer Marktkapitalisierung im Bereich von rund 400 Mio. CAD geführt; im April 2026 erfolgte zudem ein Upgrade in den OTCQX Best Market.
Abb. 2: Überblick über die El-Metalurgista-Konzession mit den Projektbereichen Quiulacocha und Excelsior.
Marktumfeld
Silber, Basismetalle und kritische Rohstoffe
Das Metallspektrum von CDPR ist breit gefächert: Primär adressiert das Unternehmen Silber, Kupfer und Zink, ergänzt um Blei und Gold. Hinzu kommen mit Gallium und Indium zwei kritische Metalle, die für die Hightech-Industrie von zunehmender Bedeutung sind. Gallium ist unverzichtbar für Halbleiter, 5G-Technologie, LED-Beleuchtung und Solarmodule und spielt darüber hinaus eine Rolle in Militär-, Luft- und Raumfahrt- sowie Umwelttechnologien. Da die Produktion stark von China dominiert wird, ist die Versorgungssicherheit ein wachsendes Thema – ein Umstand, der alternative Quellen wie das Quiulacocha-Tailing strategisch interessant macht.
Ein weiteres Nebenprodukt mit eigener Marktdynamik ist Pyrit, das nach bisherigen Untersuchungen etwa die Hälfte des Quiulacocha-Tailings ausmacht. Pyrit ist ein Ausgangsstoff für die Schwefelsäureproduktion, dient der Goldrückgewinnung und findet in Anwendungen wie Katalysatoren und Batterien Verwendung. CDPR untersucht einen Pyrit-Konzentratstrom als alternative Schwefelquelle für Schlüsselindustrien wie die Düngemittelherstellung und die Bereitstellung chemischer Reagenzien für die Verarbeitung kritischer Metalle – ein Markt, in dem sich das konventionelle Angebot tendenziell verknappt.
Standort Peru und Cerro de Pasco
Peru zählt traditionell zu den bedeutendsten Bergbaunationen der Welt und rangiert als zweitgrößter Produzent von Kupfer, Silber und Zink sowie als zweitgrößter Goldproduzent Lateinamerikas. Diese etablierte Bergbaukultur bietet ein eingespieltes Umfeld aus qualifizierten Arbeitskräften, Zulieferern und regulatorischer Erfahrung.
Der konkrete Standortvorteil von CDPR liegt in der bereits vorhandenen Infrastruktur. Das Projektgebiet verfügt über Straßenanbindung, Stromnetz und reichlich Wasser und grenzt unmittelbar an eine bestehende, betriebsbereite Aufbereitungsanlage. Die Tailings stammen aus der Mine Cerro de Pasco, einer hochwertigen polymetallischen Cordilleren-Lagerstätte mit Silber, Zink, Kupfer, Blei und Gold. Die Nähe zu bestehender Verarbeitungskapazität und die Lage in einem aktiven Bergbaudistrikt senken den Investitionsbedarf gegenüber Greenfield-Vorhaben erheblich.
Abb. 3: Ausdehnung des Quiulacocha-Tailings, entstanden aus jahrzehntelanger historischer Aufbereitung.
Projektportfolio
Quiulacocha Tailings (Flaggschiff)
Das Quiulacocha-Tailings-Reprocessing-Projekt ist das zentrale Vorhaben von CDPR. Das Unternehmen hält 100 % an der Konzession El Metalurgista (95,74 ha), die 57 Hektar der Quiulacocha-Tailings-Anlage (TSF) umfasst. Im März 2026 sicherte sich CDPR zudem eine Zugangsvereinbarung über das gesamte Quiulacocha-Tailingsareal, was die nächste Entwicklungsphase ermöglicht. Das Projekt zielt darauf, wertvolle Metalle (Ag, Zn, Cu, Pb, Au) zurückzugewinnen, regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu schaffen und zugleich die Umweltsanierung voranzutreiben.
Bohrergebnisse und kritische Metalle
Im Rahmen einer Phase-1-Bohrkampagne (2024) wurde eine durchgängige Metallführung bestätigt. Mehrere Bohrungen lieferten über 50 g/t Silber, 1,5 % Zink und 1 % Blei, mit Abschnitten von bis zu 37 m mit 57 g/t Silber. Zu den repräsentativen Intervallen zählen unter anderem 37 m mit 56,72 g/t Ag, 1,53 % Zn und 0,73 % Pb (Bohrung SPT09) sowie 33 m mit 48,47 g/t Ag bei 1,73 % Zn (SPT08). Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Gallium: Die Analysen ergaben Gehalte von 35 g/t bis 141 g/t, wobei der südliche Abschnitt des Bohrgebiets mit 50 bis 110 g/t nahezu doppelt so hohe Werte wie der Norden aufwies. Einzelne Bohrungen erreichten Gallium-Gehalte über 80 g/t (etwa SPT1_3 mit 88,30 g/t). Parallel wurde Indium nachgewiesen. Eine NI-43-101-Ressource für Quiulacocha steht noch aus; sie soll im Zuge der Phase-2-Bohrungen und Ressourcendefinition erarbeitet werden.
Metallurgie und Aufbereitungskonzept
Die Mineralogie prägt das Aufbereitungskonzept maßgeblich. Das 2024 erbohrte Tailing ist pyritdominiert – Pyrit macht über 50 % des Materials aus, was im Vergleich zu typischen polymetallischen Tailings hoch ist. Entscheidend für den wirtschaftlichen Ansatz ist, dass das Silber überwiegend an Sulfide gebunden ist: teils gittergebunden innerhalb der Sulfide, teils als eigenständige Silberminerale, die eng mit Pyrit verwachsen sind. Daraus leitet sich ein konzeptionelles Zwei-Konzentrat-Fließschema ab, das zunächst ein Bulk-Sulfidkonzentrat erzeugt und dieses anschließend in ein Basismetallkonzentrat (Zink, Blei, Kupfer, Silber) und ein Pyritkonzentrat (angestrebt 90–95 % Pyrit) trennt.
Die metallurgische Datenbasis ist für ein Unternehmen dieser Entwicklungsstufe ungewöhnlich breit: Über 110 Einzeltests wurden in international anerkannten Laboren durchgeführt, darunter Maelgwyn (Großbritannien), Plenge (Peru), XPS (Kanada) und SGS (Chile). In der Mini-Pilotanlage bei SGS Santiago, betrieben über mehrere kontinuierliche 10- bis 12-Stunden-Schichten mit einer rund 12 t schweren Bulk-Probe, wurden mehr als 92,5 % der Gesamtsulfide und rund 94 % des Silbers in das Bulk-Konzentrat ausgebracht; etwa 73 % des Zinks gingen ebenfalls in das Konzentrat. Über 94 % der Gangart wurde in die finalen Tailings abgewiesen, mit nur etwa 4 % Restpyrit – ein Hinweis auf reduziertes Säurebildungspotenzial. CDPR betont ausdrücklich, dass diese Ergebnisse vorläufig und konzeptionell sind, sich nur auf die getesteten Proben beziehen und noch nicht im kommerziellen Maßstab nachgewiesen wurden. Mineralogische Studien zeigen zudem Ansatzpunkte, Gallium (über die Silikatfraktion) und Indium (über das Basismetall- bzw. Pyritkonzentrat) zu konzentrieren; diese Arbeiten befinden sich in einem frühen, explorativen Stadium.
Gewinnungsmethode
Die Materialgewinnung ist auf geringe Umweltwirkung ausgelegt und kommt ohne traditionellen Bergbau aus. Vorgesehen ist der Einsatz von Tauch-Schlammpumpen, die unter schwimmenden Pontons montiert und vollständig in das Tailing eingetaucht werden. Die Pumpen lösen das Material auf und fördern den Schlamm (Wasser plus Feststoffe) über eine schwimmende Rohrleitung zur Aufbereitungsanlage; die Energieversorgung erfolgt über elektrische Kabel. Dieses Verfahren ermöglicht den Zugang zu instabilen oder schwer erreichbaren Bereichen, ist flexibel und mobil und reduziert Energie- und Infrastrukturkosten. CDPR fasst die Vorteile prägnant zusammen: kein Lkw-Verkehr, kein Staub, kein Lärm, keine Sprengstoffe.
Abb. 4: Funktionsprinzip der schwimmenden Pontons mit Tauch-Schlammpumpen zur Tailings-Gewinnung.
Excelsior Stockpile
Das zweite Standbein des Portfolios ist das Excelsior-Stockpile, eine großvolumige Halde aus gebrochenem Gestein. Die Halde erstreckt sich über 67,92 Hektar und enthält rund 70 Mio. t Material, das zwischen 1970 und 1996 abgelagert und damals als geringgradig eingestuft wurde. Das Material stammt aus der Mine Cerro de Pasco (Untertagebau und Raul-Rojas-Tagebau) und gehört zu einem komplexen epithermalen polymetallischen System vom Typ einer Cordilleren-Basismetalllagerstätte. Es besteht aus Gesteinsfragmenten (durchschnittlich 10 cm, bis zu 2,5 m) über drei Terrassen und enthält karbonatische Gesteine mit Zn-Pb-Ag-Mineralisierung, sulfidreiches Quarz-Pyrit-Erz sowie sericitisierte Monzonite. Zu den Schlüsselmineralen zählen Sphalerit, Tennantit, Cerussit, Enargit und silberreicher Galenit.
Für Excelsior liegt bereits eine NI-43-101-Ressourcenschätzung vor. Die abgeleitete (inferred) Ressource umfasst 30,1 Mio. t mit Gehalten von 44 g/t Silber, 1,5 % Zink und 0,6 % Blei bei einem NSR-Cut-off von 11 US/tundeinemdurchschnittlichenNSRvon22US/t und einem durchschnittlichen NSR von 22 US /tundeinemdurchschnittlichenNSRvon22US/t. Daraus errechnen sich enthaltene Metallmengen von 42,9 Mio. Unzen Silber, 437 kt Zink und 184 kt Blei. Ein wesentlicher Teil der Halde – etwa 35 Hektar mit rund 30 Mio. t gebrochenem Gestein – liegt innerhalb der El-Metalurgista-Konzession und bildet ein vorrangiges Ziel der Rückgewinnungsarbeiten. Wie bei Quiulacocha besteht der Vorteil darin, dass bereits gebrochenes Material lediglich gewonnen und transportiert werden muss, ohne den energieintensiven Schritt von Bohren und Sprengen.
Abb. 5: Lage und Terrassenstruktur des Excelsior-Stockpiles innerhalb der Konzession.
Ausblick
Der nächste Entwicklungsabschnitt ist klar umrissen. Im metallurgischen Programm werden Bench- und Pilotversuche fortgesetzt, um das Fließschema weiter zu optimieren und belastbare Konzentratspezifikationen zu erarbeiten. Diese sollen die Grundlage für weiterführende technische Studien sowie für erste Gespräche mit potenziellen strategischen Abnahme- und Investitionspartnern bilden. Konkret stehen die Trennung in ein saubereres Pyritkonzentrat, Röst- und Calcine-Studien sowie Abnahmegespräche (Offtake) an.
Parallel sind die Phase-2-Bohrungen und das Ressourcendefinitionsprogramm für Quiulacocha vorgesehen, einschließlich metallurgischer Tests an den Phase-2-Proben. Erst danach lassen sich belastbare Aussagen über die Lagerstätte als Ganzes und über die Eigenschaften möglicher Produktströme treffen. Auf der Finanzierungs- und Strukturebene hat CDPR im Jahr 2026 wichtige Schritte gesetzt: eine Projektentwicklungs-Finanzierungsvereinbarung mit der U.S. International Development Finance Corporation für Quiulacocha, das Upgrade in den OTCQX Best Market sowie Klarstellungen zur NI-43-101-Compliance-Offenlegung. Diese Entwicklungen erhöhen die institutionelle Sichtbarkeit und schaffen die Voraussetzungen für die Überführung des Projekts in fortgeschrittenere Studienphasen (Prefeasibility/Feasibility).
Management
Das Führungsteam von CDPR verbindet Kapitalmarkt-, Betriebs- und Umweltkompetenz. Steven Zadka (Gründer & Executive Chairman) etablierte das Unternehmen 2012 und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Metall- und Bergbausektor mit; zuvor war er in leitenden Funktionen bei Investmentbanken wie Sunrise Securities, INTE Securities, Adar Capital Advisors und Casimir Capital LP tätig. Guy Goulet (CEO & Director seit 2018) ist Geologieingenieur (B.Sc., École Polytechnique de Montréal) mit über 35 Jahren Erfahrung. Er war Mitgründer von Maya Gold & Silver (heute Aya Gold & Silver) und bis 2017 deren CEO, wobei er die Silbermine Zgounder in Marokko zu einem der führenden Produzenten des Landes entwickelte. Zuvor leitete er H₂O Innovation Inc. im Bereich Membranfiltration und Wasseraufbereitung. Über seine Laufbahn hinweg hat Goulet mehr als 400 Mio. CAD an Finanzierungen über die TSX Venture Exchange, die Canadian Securities Exchange und Alternext (Paris) eingeworben.
Manuel Lizandro Rodriguez Mariategui Canny (President & Director) ist ein erfahrener peruanischer Bergbaumanager mit mehr als 40 Jahren Führungserfahrung. Er war über ein Jahrzehnt Chairman von Austria Duvaz, einer der historischen Bergbaubetriebe Perus, und fungiert bei CDPR zugleich als ESG- und Community-Engagement-Direktor – ein wichtiger Anker für die Verankerung des Projekts im lokalen Umfeld. James (Jay) Cardwell, CPA (CFO seit 2022) verfügt über mehr als 23 Jahre Erfahrung in CFO- und COO-Rollen mit Schwerpunkt auf Finanzberichterstattung und Compliance. Die technische und ökologische Strategie verantwortet Dr. Bernhard Dold (CTO), ein international anerkannter Fachmann für Umweltgeochemie, saure Grubenwässer und Minensanierung mit über 100 wissenschaftlichen Publikationen. Alfonso Palacio (Senior Project Manager) ist Qualified Person nach NI 43-101 und Chartered Engineer und steuert die Bohr-, geotechnischen, metallurgischen und ingenieurtechnischen Studien.
Der Verwaltungsrat ist breit aufgestellt. John G. Booth (Lead Independent Director) bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung an den internationalen Kapitalmärkten ein und ist unter anderem Chairman mehrerer börsennotierter Rohstoff- und Technologiegesellschaften. John Carr verfügt über ausgewiesene Expertise im großmaßstäblichen Tailings-Reprocessing: Er war Mitgründer von New Century Resources und leitete die 200-Mio.-USD-Reaktivierung der Century-Zinkmine in Australien, die zu einer der größten Tailings-Wiederaufbereitungsanlagen des Landes wurde. Pyers Griffith bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in den Rohstoff- und Infrastruktursektoren Lateinamerikas mit, unter anderem als früherer Country Managing Director von Morgan Grenfell/Deutsche Bank in Peru. Ergänzt wird das Gremium durch Frank Hodgson, René Branchaud (Corporate Secretary, ausgezeichneter Bergrechtsexperte) und Lara Smith (Gründerin der Rohstoffanalysefirma Core Consultants).
Fazit
Cerro de Pasco Resources bietet eine differenzierte Investmentstory, die sich vom klassischen Explorationsprofil deutlich abhebt. Das Unternehmen adressiert ein bereits gefördertes, oberirdisch lagerndes polymetallisches Großvorkommen und verbindet die Rückgewinnung von Silber, Zink, Blei, Kupfer und Gold mit der Gewinnung kritischer Metalle wie Gallium und Indium sowie einem möglichen Pyrit-Konzentratstrom. Der Verzicht auf konventionellen Bergbau, die etablierte Infrastruktur am Standort und die ausgeprägte ESG- und Sanierungskomponente sind die strukturellen Pfeiler dieses Ansatzes.
Für Anleger ergibt sich daraus eine Chancen-Risiko-Konstellation mit klaren Katalysatoren: die Erarbeitung einer NI-43-101-Ressource für Quiulacocha, die Verdichtung des metallurgischen Fließschemas hin zu definierten Konzentratspezifikationen sowie die Aufnahme von Offtake- und Partnergesprächen. Die bereits vorliegende abgeleitete Ressource im Excelsior-Stockpile und die Finanzierungsvereinbarung mit der U.S. International Development Finance Corporation untermauern die Substanz und institutionelle Anbindung des Vorhabens.
Zugleich bleibt festzuhalten, dass sich CDPR in einer Entwicklungsphase befindet: Die metallurgischen Resultate sind vorläufig und konzeptionell, eine Ressource für das Flaggschiff steht noch aus, und es liegt kein belastbares Cashflow-Modell vor. Der Erfolg hängt von den weiteren Test- und Bohrprogrammen, der Finanzierungsfähigkeit und den Metallpreisen ab. Für Investoren, die gezielt Engagements an der Schnittstelle von Kreislaufwirtschaft, kritischen Rohstoffen und Edelmetallrückgewinnung suchen, stellt Cerro de Pasco Resources einen nachvollziehbar strukturierten und zugleich spekulativen Hebel auf ein außergewöhnliches Ausgangsvorkommen dar.