Einen Tag nach der Meldung zur beschleunigten Clear-Creek-Übernahme hat Mike Burke, Director und Vice President Corporate Development von Sitka Gold (TSXV: SIG | FSE: 1RF | OTCQX: SITKF), im Gespräch mit dem KE Report Details zum Deal und zum laufenden Bohrprogramm geliefert. Die wichtigsten Punkte im Überblick – das komplette Interview sehen Sie im Video.
Das letzte Puzzleteil ist gelegt
Das RC-Gold-Projekt im Yukon geht auf Claim-Absteckungen von CEO Cor Coe und dessen Sohn Ryan im Jahr 2016 zurück. Über die Jahre kaufte Sitka umliegende Claims hinzu und konsolidierte so ein Paket von rund 447 Quadratkilometern. Der letzte Baustein war die Clear-Creek-Liegenschaft, die im Juni 2024 von Victoria Gold erworben wurde – allerdings über einen Kaufvertrag mit gestaffelten Zahlungen. Eine Rate über 6 Mio. CAD stand noch aus. Diese hat Sitka nun vorgezogen und bar beglichen. Damit hält das Unternehmen das gesamte Projekt zu 100 %, einschließlich jener Claims, auf denen die Rhosgobel-Lagerstätte entdeckt wurde sowie die hochprioritären Ziele Contact-Pukelman und Bear Paw Breccia liegen.
Die Royalty – und ein Vorkaufsrecht als Trumpf
Im Gegenzug wird eine 5-prozentige NSR-Royalty auf diesen Projektteil gewährt. Burke betont zwei Aspekte: Sitka kann die Abgabe jederzeit gegen eine Einmalzahlung von 10 Mio. CAD auf 2 % zurückkaufen – ohne Verfallsdatum. Und Sitka besitzt ein Vorkaufsrecht. Der Insolvenzverwalter werde die Royalty nach Abschluss der Transaktion mit hoher Wahrscheinlichkeit vermarkten, so Burke, ähnlich wie zuvor bei der Banyan-Royalty von Victoria Gold. Sollte ein Angebot vorliegen, kann Sitka dieses matchen und die Abgabe selbst übernehmen. Übertragen wird die Royalty erst mit Closing – dafür sind noch gerichtliche Genehmigungen und Formalitäten nötig.
Bohrprogramm zur Halbzeit – siebtes Gerät kommt
Beim Explorationsprogramm ist Sitka gut im Plan: Von den geplanten 60.000 Metern sind laut Burke etwas mehr als 30.000 Meter gebohrt, verteilt auf rund 59 Löcher. Sechs Bohrgeräte sind im Einsatz, ein siebtes soll folgen. Drei Geräte arbeiten auf Rhosgobel, eines wurde auf die Contact-Zone verlegt, weitere bohren auf Saddle, Eiger und der Bear Paw Breccia.
Entsprechend viel Bohrkern liegt in den Labors. Burke räumt ein, dass die Bearbeitungszeiten im Yukon derzeit ausgelastet und damit länger sind als gewünscht – rechnet aber mit einem stetigen Fluss an Ergebnissen. Als Nächstes dürften weitere Resultate von Rhosgobel und Blackjack folgen.
Ausblick: Ressourcen-Update und PEA
Ziel bleibt, im neuen Jahr eine aktualisierte Ressourcenschätzung vorzulegen und das Projekt weiter zu entrisiken – mit Blick auf eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA) im kommenden Jahr. Das Camp laufe reibungslos, so Burke abschließend; der Fokus liege klar auf dem Bohrprogramm.