Für Junior-Explorer gibt es einen entscheidenden Moment, in dem aus einem vielversprechenden Projekt eine echte Mine wird: die physischen Vorbereitungen für den Bau der Anlagen. Genau an dieser Schwelle steht Lake Victoria Gold (WKN A3E4WC / TSXV LVG) mit seinem zu 100 % unternehmenseigenen Imwelo-Goldprojekt in Tansania. Das Unternehmen mobilisiert aktuell Bohrgeräte auf das Projektgelände, um die Standortplanung für die Aufbereitungsanlage und die Infrastruktur final abzusichern. Für Investoren ist das ein starkes Signal: Hier wird nicht mehr nur exploriert, hier wird der Bau konkret vorbereitet.
Das Mitte Mai anlaufende, rund 21-tägige Programm umfasst etwa 1.050 Meter an Reverse-Circulation-Bohrungen (RC). Ziel dieser sogenannten Sterilisationsbohrungen ist es auszuschließen, dass kritische Infrastruktur versehentlich auf potenziell mineralisiertem Boden errichtet wird. Das Programm teilt sich wie folgt auf:
- Bereich der Aufbereitungsanlage: Rund 500 Meter, verteilt auf zehn Bohrlöcher mit jeweils etwa 50 Metern Tiefe.
- Bereich der Unterkünfte und Lagerflächen: Rund 550 Meter, verteilt auf elf Bohrlöcher mit ähnlicher Tiefe.
- Ergänzende Ziele: Überprüfung zusätzlicher nordwest- und ostwest-streichender magnetischer Anomalien.
Lake Victoria: Nächste Schritte Richtung Produktion
Die gewonnenen Bohrdaten fließen unmittelbar in das finale Standortlayout und die technische Auslegung ein, um spätere kostenintensive Anpassungen zu vermeiden. Parallel treibt das Management die Projektfinanzierung voran und finalisiert das endgültige Tagebaudesign.
Sobald das Standortlayout steht, folgen detaillierte geotechnische und ingenieurtechnische Arbeiten. Dazu gehören die Prüfung der Böschungsstabilität, das Wanddesign der Grube sowie die Charakterisierung oberflächennaher Materialien. Gleichzeitig wird die Erschließung des Standorts durch Straßenbau und Geländearbeiten forciert und die zeitliche Abfolge der ersten Abbaubereiche definiert.
Starke Partner und Top-Lage im Lake Victoria Goldfield
Das vollständig für Bau und Produktion genehmigte Imwelo-Projekt profitiert von seiner exzellenten Lage westlich der Geita-Goldmine von AngloGold Ashanti. Um die ehrgeizigen Produktionsziele umzusetzen, hat sich Lake Victoria Gold einen starken regionalen Partner gesichert: Die Taifa Group wird im Rahmen einer bereits bestehenden Vereinbarung eine Beteiligung am Unternehmen erwerben.
Deren Tochtergesellschaft, Taifa Mining, übernimmt künftig sämtliche Auftragsbergbau- und Tiefbauarbeiten auf Imwelo. Als größter Bergbauauftragnehmer Tansanias mit über 30 Jahren Erfahrung und Kunden wie Barrick, AngloGold Ashanti, Petra und De Beers bringt Taifa genau die operative Schlagkraft mit, die für einen reibungslosen Minenaufbau nötig ist.
Tansania bleibt ohnehin der strategische Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens. Neben Imwelo hält Lake Victoria Gold auch 100 % am Tembo-Projekt, das in direkter Nachbarschaft zur Bulyanhulu-Mine von Barrick liegt und auf dem bereits mehr als 50.000 Meter gebohrt wurden.
Transparenz bei den Entwicklungsrisiken
Bei allem Tempo in Richtung Produktionsphase kommuniziert das Management die branchenüblichen Risiken transparent. Zwar wird Imwelo durch historische Ressourcenschätzungen sowie Vor-Machbarkeitsstudien (PEA und PFS, zuletzt aktualisiert 2021 nach JORC-Standard) gestützt, diese gelten jedoch nicht als aktuell im Sinne des kanadischen Standards NI 43-101.
Investoren sollten zudem beachten, dass das Unternehmen bisher keine finale Machbarkeitsstudie (Feasibility Study) abgeschlossen hat, die Mineralreserven ausweist und die wirtschaftliche sowie technische Tragfähigkeit formal belegt. Die angestrebte Produktionsentscheidung basiert somit nicht auf einer solchen Studie, was naturgemäß ein erhöhtes Risiko für wirtschaftliche und technische Rückschläge mit sich bringt.
Fazit: Dennoch markiert die Mobilisierung der Bohrgeräte einen klaren Wendepunkt: Mit dem Start der Bauvorbereitungen schlägt Lake Victoria Gold auf Imwelo das nächste, entscheidende Kapitel auf und kommt dem Produktionsbeginn bedeutend näher.
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