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Deutsche Bank: Historische Kupfer-Knappheit – Gold schlägt Silber!

2 Min.
Deutsche Bank: Historische Kupfer-Knappheit – Gold schlägt Silber!

Gold hält sich trotz hoher Anleiherenditen erstaunlich stabil, Silber verliert seine fundamentale Unterstützung – doch das größte Aufwärtspotenzial im Metallsektor bescheinigt die Deutsche Bank aktuell Kupfer. Die Experten sehen beim roten Industriemetall die historisch größte Knappheit seit den 1980er-Jahren. Während Kupfer durch diesen Engpass zum Favoriten avanciert, offenbart der Blick auf die Edelmetalle eine massive fundamentale Verschiebung, die Investoren jetzt kennen müssen.

Deutsche Bank Analyse: Gold trotzt den Renditen als Portfolio-Anker

Das aktuelle Makroumfeld ist für Gold eigentlich toxisch: US-Staatsanleihen rentieren über 5 Prozent, Rohöl kostet mehr als 100 US-Dollar und die US-Notenbank strafft die Zügel. Dennoch hat das Edelmetall seit Juli kein neues Tief markiert. Die Deutsche Bank wertet diese bemerkenswerte Widerstandskraft als klares Stärkesignal. Der Grund liegt in einer massiven Marktverschiebung: Die Käufe der Zentralbanken haben sich im Vergleich zu 2021 mehr als verdoppelt, und das Netzwerk institutioneller Goldinvestoren ist um satte 70 Prozent gewachsen.

Für große Kapitalsammelstellen wie Pensionsfonds oder Versicherer ist Gold nicht länger nur eine Alternative zu Anleihen, sondern ein essenzielles Instrument zur Diversifikation. Da viele alternative Anlageklassen weiterhin zinssensibel reagieren, treibt gerade der Bärenmarkt bei Staatsanleihen neues Kapital in den sicheren Hafen Gold. Die Ausgangslage für Investoren ist laut Deutscher Bank extrem attraktiv: Der Markt ist historisch niedrig positioniert, wodurch das Edelmetall aktuell unterbewertet und „under-owned“ erscheine.

Silbermarkt kippt ins Überangebot

Ganz anders präsentiert sich laut den Analydie Lage beim Silber. Galt der Markt im Vorjahr noch als historisch angespannt – vergleichbar mit den Zeiten der Hunt-Brüder –, verliert der kleine Bruder des Goldes ihrer Ansicht nach nun rapide an fundamentaler Unterstützung. Ghali erwartet ein deutlich schwächeres Silber-Gold-Verhältnis, getrieben durch drei zentrale Belastungsfaktoren:

  • Steigende Lagerbestände: Die frei verfügbaren Bestände in den kommerziellen Londoner Tresoren haben den höchsten Stand seit November 2024 erreicht. Auch die Comex in den USA und Shanghai melden wieder deutlich steigende Vorräte.
  • Nachfragezerstörung: Das extrem hohe Preisniveau der jüngsten Vergangenheit hat Spuren hinterlassen. Allein die industrielle Silbernachfrage aus dem chinesischen Solarsektor dürfte 2026 im Vorjahresvergleich um rund ein Drittel einbrechen.
  • Drohender Angebotsüberschuss: Das schrumpfende Defizit könnte sich bereits im kommenden Jahr in einen echten physischen Angebotsüberschuss verwandeln.

Fazit: Die einfache Fortschreibung der Vorjahrestrends funktioniert nicht mehr. Während sich bei Silber die fundamentalen Wolken verdichten, bieten Gold als strategischer Portfolio-Anker und Kupfer als extrem verknapptes Industriemetall nach Ansicht der Deutschen Bank aktuell das deutlich stärkere Chance-Risiko-Verhältnis.

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