Laut einem aktuellen Bericht der World Nuclear Association (WNA) wird die Nachfrage nach Uran für Atomreaktoren in den nächsten fünf Jahren um rund 30% steigen, da mehr Länder Kernkraft für ihre CO2-Neutralitätsziele nutzen. Das erfordert neue Uranminen sowie die Wiederinbetriebnahme bestehender Einrichtungen; auch Sorgen um Energiesicherheit und geopolitische Faktoren befeuern das Interesse an Kernenergie.
Der WNA zufolge steigt der Bedarf an Uran als Kernbrennstoff bis 2030 um 28% und verdoppelt sich bis 2040 auf mehr als 150.000 Tonnen. 2024 lag die Nachfrage bei 67.000 Tonnen.
Minenangebot an Uran nur kurzfristig ausreichend
Kurzfristig reicht das Minenangebot aus, doch nach 2030 könnten Engpässe auftreten, da es von der Entdeckung einer Uranressource bis zur Produktion aktuell zehn bis 20 Jahre dauert. Schon im laufenden Jahrzehnt ist daher eine beschleunigte Entwicklung neuer Projekte nötig.
Ende Juni lag die globale Nuklearenergiekapazität bei 398 Gigawatt Elektrizität (GWe); weitere 71 GWe sind im Bau. Der Bericht rechnet mit einem Kapazitätsanstieg um 13% bis 2030 und um 87% bis 2040 auf 746 GWe. Länder mit Ausstiegsstrategien oder Moratorien prüfen ihre langfristige Strategie neu und erwägen Atomstrom wieder als Teil des Energiemixes einzusetzen. Kleine, modulare Reaktoren, einfacher und günstiger zu errichten, dürften die Nachfrage zusätzlich befeuern, spielen derzeit aber noch kaum eine Rolle.
Die Uranförderung hat sich erholt: Von 2022 bis 2024 stieg sie um 22% auf 60.213 Tonnen. Es wird erwartet, dass die Produktion weiter zunimmt und zusammen mit Material aus dem Sekundärmarkt (z. B. Abreicherung) kurzfristig den Bedarf bestehender Reaktoren deckt. Im kommenden Jahrzehnt rechnet die WNA jedoch mit einer Halbierung der Produktion aus bestehenden Minen; neue Projekte und Wiederinbetriebnahmen sind daher nötig. Seit der Störung des Marktes durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine bestehe zudem ein erhöhter Bedarf an Anreicherungskapazitäten, so der Bericht der WNA.
Erwähnte Unternehmen
Kategorien
Schlagwörter
Keine Rohstoff-Chance mehr verpassen
Exklusive Updates zu Gold, Kupfer & Co. – wöchentlich, kostenlos.
Disclaimer
I. Informationsfunktion und Haftungsausschluss: Die GOLDINVEST Consulting GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Analysen und Nachrichten auf www.goldinvest.de zu veröffentlichen. Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle, fachkundige Anlageberatung. Es handelt sich nicht um Finanzanalysen oder Verkaufsangebote, noch liegt eine Handlungsaufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren vor. Entscheidungen, die auf Basis der veröffentlichten Informationen getroffen werden, erfolgen vollständig auf eigene Gefahr. Zwischen der GOLDINVEST Consulting GmbH und den Lesern bzw. Nutzern entsteht kein vertragliches Verhältnis, da sich unsere Informationen ausschließlich auf das Unternehmen und nicht auf persönliche Anlageentscheidungen beziehen.
II. Risikoaufklärung: Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Trotz sorgfältiger Recherche übernimmt die GOLDINVEST Consulting GmbH und ihre Autoren keine Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie bezüglich Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der veröffentlichten Informationen. Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Nutzungshinweise.
III. Interessenkonflikte: Gemäß §34b WpHG und §48f Abs. 5 BörseG (Österreich) weisen wir darauf hin, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH sowie ihre Partner, Auftraggeber oder Mitarbeiter Aktien der oben genannten Unternehmen halten. Zudem besteht ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag zwischen diesen Unternehmen und der GOLDINVEST Consulting GmbH, und es ist möglich, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH jederzeit Aktien dieser Unternehmen kauft oder verkauft. Diese Umstände können zu Interessenkonflikten führen, da die oben genannten Unternehmen die GOLDINVEST Consulting GmbH für die Berichterstattung entlohnen.
IV. Einsatz von KI-gestützten Systemen: Bei der Erstellung von Beiträgen können KI-gestützte Systeme zur Unterstützung von Recherche, Strukturierung oder sprachlicher Optimierung eingesetzt werden. Sämtliche Inhalte werden vor Veröffentlichung redaktionell geprüft und verantwortet.