Gold Terra Resource (TSX.V: YGT, FSE: TX0, WKN: A2P0BS) startet in der ersten Septemberwoche 2026 ein Bohrprogramm auf den historischen Tailings der ehemaligen Con Mine bei Yellowknife in den kanadischen Nordwest-Territorien. Die untersuchte Fläche zählt zur sogenannten Con Mine Option (CMO), auf die sich das Unternehmen von einer Tochtergesellschaft des Branchenriesen Newmont eine Kaufoption gesichert hat. Diese Option läuft bis zum 21. November 2027.
Tailings sind die Rückstände, die nach der Aufbereitung des Erzes übrigbleiben. Im Fall der Con Mine stammt dieses Material aus einem Bergwerk, das zwischen 1938 und 2003 Erz mit außergewöhnlich hohen Goldgehalten zwischen 16 und 20 Gramm pro Tonne verarbeitete. Da die damalige Goldgewinnung nur zwischen 85 und 95 Prozent des enthaltenen Goldes aus dem Erz herauslöste, könnte in den Tailings selbst noch relevantes Restgold stecken, das mit den heutigen Mitteln gewinnbringend gefördert werden kann.
Gold Terras CEO, Gerald Panneton, ist deshalb der Ansicht, dass die historischen Tailings ein vielversprechendes Explorationsziel darstellen, weil ein möglicher Goldgehalt bereits an der Oberfläche liegt und nicht erst aufwendig aus der Tiefe gefördert werden muss.
Hinzu kommt als weiterer Vorteil, dass das Material zunächst nicht aufwendig zerkleinert werden muss. Ein solcher oberflächennaher Vorrat könnte eine künftige Aufbereitungsanlage in der Anlaufphase mehrere jahrelang mit Material versorgen und damit die Kosten der Entwicklungsphase zumindest teilweise finanzieren.
Ablauf des Bohrprogramms
Auf dem Gelände der Con Mine gibt es zwei große Absetzbecken für Tailings, den sogenannten Upper Pud und den Middle Pud. Das neue Bohrprogramm beginnt zunächst im Upper Pud und umfasst insgesamt auf beiden Tailings rund 148 Sonic-Bohrlöcher, die in einem Raster von 40 mal 40 Metern mit einer durchschnittlichen Tiefe von 20 bis 30 Metern niedergebracht werden.
Das gewonnene Material wird nach Korngröße erfasst, in Ein-Meter-Abschnitten beprobt und im Labor von ALS analysiert. Zusätzlich sollen geotechnische Daten erhoben werden. Das Ziel des engmaschigen Bohrrasters ist es, die Tonnage und den Gehalt der Tailings so genau zu bestimmen, dass daraus eine Ressourcenschätzung der vergleichsweise gesicherten Kategorie „Angezeigt“ (Indicated) abgeleitet werden kann.
Begleitend sollen metallurgische Tests die Frage klären, wie viel Gold sich aus dem vorhandenen Material tatsächlich zurückgewinnen läßt. Für das Unternehmen und die investierten Anleger sind beide Fragen von hoher Bedeutung, denn sollten in den Abraumhalten noch nennenswerte Goldvorkommen enthalten sein und sollten sich diese vergleichsweise einfach gewinnen lassen, würde zumindest das finanzielle Risiko der Wiederbelebung der Con-Mine deutlich sinken.
Weitere Aktivitäten und Finanzierung
Das Unternehmen hatte zuletzt rund 10,1 Millionen kanadische Dollar eingesammelt, wovon 7,2 Millionen Dollar in laufende Bohrprogramme und weitere Aktivitäten fließen sollen. Dazu zählen neben dem Tailings-Programm auch Bohrungen in der Zone 103N entlang der Erweiterung der Campbell-Scherzone sowie Bohrungen und metallurgische Beprobungen am Yellorex-Ziel, die beide ebenfalls im September 2026 starten sollen.
Bis zum Ende des Jahres möchte Gold Terra auch eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung (Preliminary Economic Assessment, PEA) vorlegen. Sie soll sämtliche Winterbohrungen des Jahres 2026 sowie Teile der aktuellen Bohrkampagne berücksichtigen.
Die letzten vier Monate des Jahres 2026 versprechen vor diesem Hintergrund noch einmal arbeitsreich und spannend zu werden. Zeigen die neuen Bohrungen, dass der vermeintliche Abraum in Wirklichkeit eine Ressource ist und bestätigt die Studie zur vorläufigen Wirtschaftlichkeit des Projekts das wirtschaftliche Potential der Con-Mine dürfte sich auch der Aktienmarkt schnell gezwungen sehen, eine fundamentale Neubewertung des Unternehmens vornehmen zu müssen.
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