Ein anhaltendes Umfeld aus geopolitischen Risiken, globalen Entdollarisierungstendenzen und Sorgen vor einer Abwertung der US-Währung treibt die Nachfrage nach Gold. Das renommierte Analystenhaus RBC Capital Markets rechnet in seinen jüngsten Analysen mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends beim Edelmetall bis auf nahezu 5.000 US-Dollar pro Unze im Jahr 2026.
Nach einer Phase vorübergehender Stagnation zeigt der Markt für Edelmetalle erneute Dynamik. Christopher Louney, Rohstoffexperte bei RBC Capital Markets, betont in einer aktuellen Studie, dass die grundlegenden Kurstreiber für den Goldpreis weiterhin vollständig intakt sind. Zwar verzeichneten börsengehandelte Produkte (ETPs) zeitweise Mittelabflüsse, doch die Erholung im Spätsommer sowie die jüngsten Zuflüsse verdeutlichen laut den Analysten die Rückkehr der Anleger in den Markt.
Geopolitische Unsicherheiten stärken die Rolle von Gold in Depots
Die anhaltenden Marktunsicherheiten resultieren aus verschiedenen Einflussfaktoren. Handelskonflikte, geopolitische Spannungen, politische Unwägbarkeiten sowie Diskussionen um staatliche Haushaltssperren prägen das makroökonomische Umfeld. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass sich viele Investoren in Bezug auf den Goldpreis und entsprechende Positionen im Portfolio als unzureichend abgesichert wahrnehmen.
In Kombination mit der Wertentwicklung des Edelmetalls und seiner geringen Korrelation zu anderen Anlageklassen wird Gold im professionellen Vermögensmanagement verstärkt als strategischer Baustein verankert. Die Experten von RBC Capital Markets gehen davon aus, dass sich die Notierungen für den Goldpreis für den Rest des laufenden Jahres überwiegend in einer Spanne zwischen 4.500 und 5.000 US-Dollar pro Unze bewegen werden.
Zentralbanken bleiben der zentrale Stützpfeiler der Nachfrage
Für das zweite Halbjahr tendieren die Analysten bezüglich des Goldpreises zunehmend zum oberen Ende ihrer Prognoseskala. Im Bullenszenario von RBC Capital Markets könnte der Goldpreis bis zum Jahresende 2026 ein Niveau von 4.929 US-Dollar pro Unze erreichen. Für das Jahr 2027 sieht die Hochrechnung der Experten in der Spitze einen Goldpreis von bis zu 5.296 US-Dollar vor. Das mittlere bis hohe Szenario wird dabei als die wahrscheinlichste Handelsspanne für den gesamten Prognosezeitraum eingestuft.
Ein wesentlicher Stützpfeiler dieser Entwicklung bleibt die Kauflust der Notenbanken. Die fortlaufenden, umfangreichen Käufe der Währungshüter bilden nach Einschätzung des Analystenhauses das Fundament für die Nachfrage. Neben dem reinen physischen Volumen schaffen diese institutionellen Transaktionen eine Vertrauensbasis, die auch privaten und institutionellen Anlegern als Orientierung für weitere Umschichtungen in Edelmetalle dient.
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