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Goldpreis: UBS sieht De-Dollarisierung als Treiber bis 5.400 Dollar

2 Min.
Goldpreis: UBS sieht De-Dollarisierung als Treiber bis 5.400 Dollar

Der Goldpreis rückt nach Einschätzung der UBS wieder stärker in den Fokus institutioneller Anleger. Das Zusammenspiel aus einem schwächeren US-Dollar, wachsenden Vorbehalten gegenüber der US-Fiskalpolitik und einer anhaltenden Kauftrendwende bei Notenbanken schafft ein starkes makroökonomisches Fundament. Für die kommenden zwölf Monate nennt die Schweizer Großbank ein Kursziel von 5.400 US-Dollar je Feinunze.

De-Dollarisierung und Notenbanken als fundamentale Stützen

Als zentralen Kurstreiber identifiziert UBS die wiederbelebte De-Dollarisierung. Sorgen über die US-Fiskalentwicklung und handelspolitische Unsicherheiten veranlassen globale Akteure zunehmend dazu, ihre Währungsreserven breiter aufzustellen. Der US-Dollar-Index (DXY) verlor vor diesem Hintergrund innerhalb eines Monats 2,4 Prozent, während Gold als unparteilicher Wertspeicher profitierte.

Zusätzlich wird der Edelmetallmarkt durch zwei wesentliche Nachfragesäulen gestützt:

  • Starke Notenbank-Käufe: Nach 289 Tonnen im zweiten Quartal erwartet UBS für das Gesamtjahr staatliche Käufe von 750 bis 1.000 Tonnen. Ein deutliches Signal setzte die People’s Bank of China, die ihre Goldreserven im Juli um 20 Tonnen aufstockte – der stärkste Monatszuwachs seit Oktober 2023.
  • ETF-Trendwende: Die monatelangen Abflüsse bei Gold-ETFs haben sich gedreht; institutionelles Kapital fließt wieder spürbar in den Sektor zurück.
  • Zinserwartungen: Mit der Aussicht auf moderatere US-Realzinsen sinken die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall, was die Attraktivität gegenüber Staatsanleihen steigert.

Kurspotenzial bis 5.400 Dollar trotz Zins-Gegenwind

Kurzfristige Risiken schließt UBS nicht aus: Robuste US-Konjunkturdaten, hohe Zinsen oder temporär feste Ölpreise könnten den Goldpreis zeitweise ausbremsen oder konsolidieren lassen. Die Analysten trennen jedoch strikt zwischen kurzfristigem Marktlärm und der strukturellen Investmentthese.

Langfristig überwiegen aus Sicht der Großbank die Argumente für Sachwerte. Hohe US-Defizite und der Wunsch vieler Staaten, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren, sprechen klar für eine anhaltende Aufwärtsbewegung. Über Gold hinaus rät UBS Anlegern, auch Industriemetalle im Blick zu behalten, da diese vom weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur und der Energiewende profitieren.

Für den Goldpreis bleibt die Kombination aus schwächerem Dollar, sinkenden Realzinsen und hoher Zentralbanknachfrage der entscheidende Katalysator für den angestrebten Bereich von 5.400 US-Dollar.

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