Lynas Rare Earths (WKN 871899) hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen deutlichen Produktionssprung erzielt und damit seine Rolle als führender Anbieter Seltener Erden außerhalb Chinas gestärkt. Das australische Unternehmen produzierte im Quartal bis zum 31. März insgesamt 3.200 Tonnen Seltene-Erden-Oxide und erwirtschaftete daraus einen Umsatz von 265 Millionen Australischen Dollar.
Besonders wichtig ist dabei nicht nur die höhere Gesamtproduktion, sondern auch die Zusammensetzung: Neben Neodym und Praseodym meldete Lynas Rare Earths auch Dysprosium und Terbium – und produzierte im März erstmals Samariumoxid. Damit erweitert das Unternehmen seine Position im Markt für sowohl leichte als auch schwere Seltene Erden.
Lynas Rare Earths legt bei REO-Produktion deutlich zu
Die jüngsten Quartalszahlen zeigen einen klaren Anstieg gegenüber den Vergleichszeiträumen. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte Lynas Rare Earths 1.911 Tonnen Seltene-Erden-Oxide produziert. Im unmittelbar vorangegangenen Quartal waren es 2.383 Tonnen. Mit nun 3.200 Tonnen liegt die Produktion also sowohl über dem Vorjahreswert als auch über dem Niveau des vorigen Quartals.
Das Unternehmen verfügt über zwei zentrale operative Standorte. Die Mine und Konzentrationsanlage Mount Weld befinden sich in Western Australia. Die Weiterverarbeitung erfolgt in der Lynas Advanced Materials Plant im malaysischen Kuantan. Diese Struktur macht Lynas Rare Earths zu einem integrierten Produzenten innerhalb der Seltene-Erden-Wertschöpfungskette – von der Gewinnung bis zur Verarbeitung.
Ein großer Teil der Produktion entfiel auf Neodym und Praseodym. Im Berichtsquartal wurden davon 1.996 Tonnen produziert. Diese beiden Elemente spielen eine zentrale Rolle in leistungsfähigen Magnetanwendungen und zählen zu den wirtschaftlich wichtigsten Produkten im Seltene-Erden-Spektrum. Ergänzend produzierte Lynas Rare Earths 8 Tonnen Dysprosium und Terbium, zwei schwere Seltene Erden, die ebenfalls für spezialisierte Magnetanwendungen von Bedeutung sind.
Samariumoxid erweitert das Produktprofil
Ein besonderer Meilenstein war die erstmalige Produktion von Samariumoxid im März. Das Material wird von Kunden für Hochleistungsmagnete nachgefragt, die unter anderem in Elektronik und Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden. Darüber hinaus wird Samariumoxid auch für optische Anwendungen, Katalysatoren und medizinische Einsatzbereiche verwendet.
Für Lynas Rare Earths ist dieser Schritt deshalb von Bedeutung, weil das Unternehmen damit sein Profil als kommerzieller Produzent und Lieferant sowohl leichter als auch schwerer Seltener Erden ausbaut. Die Produktionsbasis wird damit breiter, und das Produktangebot umfasst nun zusätzliche Materialien, die in technisch anspruchsvollen Industrien Verwendung finden.
Gerade in einem Markt, in dem einzelne Seltene-Erden-Elemente sehr unterschiedliche Anwendungen und Nachfragestrukturen haben, kann eine breitere Produktpalette operativ wichtig sein. Lynas Rare Earths demonstriert mit der Samariumoxid-Produktion, dass das Unternehmen seine Verarbeitungskapazitäten nicht nur auf etablierte Hauptprodukte beschränkt, sondern auch weitere spezialisierte Seltene-Erden-Oxide in die kommerzielle Produktion überführt.
Umsatz steigt durch höhere Verkäufe und Preise
Auch auf der Absatzseite verzeichnete Lynas Rare Earths ein starkes Quartal. Das Unternehmen verkaufte 3.100 Tonnen Seltene-Erden-Oxide. Daraus ergab sich ein Umsatzanstieg von 115 % gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittlich erzielte Preis lag bei 84,6 Australischen Dollar je Kilogramm verkauftem Seltene-Erden-Oxid.
Diese Zahlen zeigen, dass das Quartal nicht allein durch höhere Produktionsmengen geprägt war. Auch die Verkaufspreise und die Produktzusammensetzung trugen zum Ergebnis bei. Für Lynas Rare Earths bedeutet das, dass die operative Leistung im Berichtszeitraum sowohl mengen- als auch erlösseitig deutlich über dem Vorjahresniveau lag.
Der Umsatz von 265 Millionen Australischen Dollar unterstreicht die wirtschaftliche Relevanz der Quartalsproduktion. Während die Produktionsmenge gegenüber dem Vorjahresquartal kräftig stieg, konnte das Unternehmen zugleich eine deutlich höhere Erlösbasis erzielen. Damit liefert das Märzquartal einen wichtigen Beitrag zum Geschäftsjahr 2026.
Mount Weld soll weniger dieselabhängig werden
Neben Produktion und Umsatz gab Lynas Rare Earths auch einen Einblick in operative Rahmenbedingungen. Das Unternehmen überwacht seine Lieferketten für Verbrauchsmaterialien einschließlich Treibstoff. Bis zum 21. April waren die Aktivitäten nach Unternehmensangaben nicht wesentlich beeinträchtigt.
Gleichzeitig plant Lynas Rare Earths eine Umstellung der Stromversorgung am Standort Mount Weld. Das dortige Kraftwerk soll von einer dieselbetriebenen Lösung auf ein hybrides erneuerbares Energiesystem umgestellt werden. Ziel ist es, den Treibstoffverbrauch der Mine zu senken. Für einen abgelegenen Bergbaustandort kann eine solche Veränderung eine wichtige operative Komponente sein, da Energieversorgung und Kraftstofflogistik eng mit Kosten, Versorgungssicherheit und Betriebsstabilität verbunden sind.
Mit der höheren Produktion, dem deutlichen Umsatzanstieg und der erstmaligen Herstellung von Samariumoxid zeigt Lynas Rare Earths im Märzquartal eine breitere operative Entwicklung. Das Unternehmen steigert nicht nur die Menge der produzierten Seltene-Erden-Oxide, sondern erweitert zugleich sein Produktspektrum und arbeitet an der Energieversorgung seines australischen Kernstandorts. Damit rückt Lynas Rare Earths weiter in den Mittelpunkt eines Rohstoffsegments, das für Hochleistungsmagnete, Elektronik, Luft- und Raumfahrt sowie weitere technologische Anwendungen von zentraler Bedeutung ist.
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