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US-Inflation: Kernrate entscheidet über Fed-Zinspause und Gold-Rallye!

3 Min.
US-Inflation: Kernrate entscheidet über Fed-Zinspause und Gold-Rallye!

Die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für September durch das US-Arbeitsministerium am Mittwochnachmittag bildet den entscheidenden geldpolitischen Taktgeber vor der Zinsentscheidung der Federal Reserve am 27. und 28. Oktober. Während die Konsensschätzungen einen energiebedingten Anstieg der Gesamtrate signalisieren, richtet sich das Hauptaugenmerk der Finanzmärkte auf die Kernrate: Sie entscheidet darüber, ob der Bewertungsdruck auf Gold und Silber anhält oder die Erwartung einer Zinspause den Notierungen neuen Auftrieb verleiht.

Prognose: Kerninflation entscheidet über Fed-Zinspause

Trotz des erwarteten Anstiegs der Gesamtinflation signalisiert die Kernteuerung eine Fortsetzung des moderaten Trends. Laut Marktanalysen von TradingKey geht der Sprung der Gesamtteuerung primär auf steigenden Benzin- und Energiekosten infolge der Spannungen im Nahen Osten zurück, während sich der Teuerungsschub bislang nicht in der Breite auf Waren und Dienstleistungen übertragen hat.

Die zentralen Kennzahlen und Erwartungen im Vorfeld der Zinsentscheidung:

  • Verbraucherpreise im September: Der Konsens für die Gesamtrate liegt bei 3,7 bzw. 3,6 Prozent im Vorjahresvergleich nach 3,4 Prozent im August; auf Monatsebene wird ein Plus von 0,6 Prozent nach 0,4 Prozent erwartet.
  • Stabile Kernrate: Die Teuerung ohne Energie und Nahrungsmittel soll auf Jahresbasis lediglich leicht von 2,4 auf 2,5 Prozent steigen und sich im Monatsvergleich von 0,3 auf 0,2 Prozent abschwächen.
  • Abkühlung am Arbeitsmarkt: Im September entstanden außerhalb der US-Landwirtschaft lediglich 29.000 neue Stellen (erwartet: 90.000), die Arbeitslosenquote stieg von 4,1 auf 4,2 Prozent und die durchschnittlichen Stundenlöhne legten monatlich nur um 0,1 Prozent zu.
  • Verändertes Zinsszenario: Das CME FedWatch Tool beziffert die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts im Oktober auf rund 19 Prozent, für Dezember dagegen auf knapp 85 Prozent (ein weiterer Schritt bis Ende 2026 gilt als voll eingepreist), während die Ein-Jahres-Inflationserwartung der New York Fed auf 3,9 Prozent anzog (Vormonat: 3,6 Prozent; höchster Stand seit Mai 2023).

Daten zeigen asymmetrisches Kurspotenzial für Gold und Silber

Das makroökonomische Umfeld gestaltete sich für zinslose Edelmetalle zuletzt herausfordernd. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen notiert bei rund 5,2 Prozent, während der US-Dollar-Index nahe seinem 18-Monats-Hoch verharrte und am 13. Oktober im asiatischen Handel bei 102,39 Punkten konsolidierte. Gold behauptete sich in diesem Umfeld mit Notierungen um 4.160 US-Dollar je Unze stabil – gestützt von Aussagen aus Fed-Kreisen, die übertriebene Zinserwartungen bremsten.

Für die ersten sechs Stunden nach Veröffentlichung der Daten um 12:30 Uhr UTC quantifizieren von Bybit zitierte Bloomberg-Schätzungen eine auffällige Asymmetrie im Markt: Für Gold wird eine Spanne von bis zu plus 1,2 Prozent gegenüber maximal minus 0,5 Prozent prognostiziert, während das industriesensitivere Silber Ausschläge von plus 2,0 Prozent gegenüber minus 1,0 Prozent einpreist (Rohöl der Sorten Brent und WTI: plus 1,4 Prozent gegenüber minus 0,6 bis 0,7 Prozent).

Dieser Unterschied signalisiert, dass restriktive Zinsszenarien weitgehend in den Kursen abgebildet sind. Fällt die Kernrate im Rahmen der Schätzungen aus, erhärtet sich die Aussicht auf eine geldpolitische Pause im Oktober. Zusammen mit den folgenden PCE-Preisdaten und weiteren Arbeitsmarktzahlen liefern die aktuellen Inflationsdaten das Fundament für die Zinsausrichtung bis zum Jahresende.

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