Die im Chartcheck vom 23. Juli prognostizierte Trendwende beim Goldpreis gewinnt zunehmend an Kontur. Die damals identifizierten Signale für ein Ende der Korrektur haben sich in den vergangenen Tagen weiter bestätigt.
Seitdem wurde die wichtige Unterstützung bei 4.000 US-Dollar nicht mehr unterschritten. Mit dem gestrigen Kurssprung von mehr als vier Prozent gelang zudem der Ausbruch über die Widerstandszone um 4.200 US-Dollar. Im Tagesverlauf stieg der Goldpreis zwischenzeitlich sogar über 4.250 US-Dollar und setzte damit ein deutliches technisches Ausrufezeichen.
Aus der Kursentwicklung der vergangenen sechs Wochen lässt sich inzwischen ein leicht ansteigender Trendkanal ableiten. Besonders aussagekräftig zeigt sich dabei die untere Begrenzung des Kanals, die bereits mehrfach erfolgreich als Unterstützung fungierte und damit die Stabilität des kurzfristigen Aufwärtstrends unterstreicht.
Auch die gleitenden Durchschnitte liefern ein zunehmend konstruktives Bild. Die 200-Tage-Linie verläuft zwar weiterhin seitwärts und signalisiert damit noch einen neutralen langfristigen Trend. Die Hoffnungen auf eine schnelle Trendwende bei der 100-Tage-Linie hatten sich zunächst zwar nicht erfüllt, nachdem diese ihren Abwärtstrend kurzzeitig fortgesetzt hatte. Mittlerweile mehren sich jedoch auch hier die Anzeichen einer Stabilisierung: Seit heute verläuft die 100-Tage-Linie erstmals wieder seitwärts.
Die technischen Indikatoren bestätigen diese Entwicklung. Der MACD konnte sein bereits zuvor generiertes Kaufsignal nicht nur behaupten, sondern zeigt durch die zunehmende Divergenz seiner Signallinien sogar eine leichte Verstärkung des positiven Impulses.
Auch der Trendbestätigungsindikator entwickelte sich wie erwartet und ist inzwischen über die Marke von 100 gestiegen. Damit befindet er sich wieder im positiven Bereich und bestätigt den sich festigenden Aufwärtstrend.
Ebenfalls eingetreten ist das zuletzt erwartete Kaufsignal beim Directional Movement Index (DMI). Die positive DI-Linie hat die negative DI-Linie nach oben durchbrochen. Gleichzeitig steigt der ADX kontinuierlich an, was auf eine zunehmende Trendstärke hindeutet.
Einziger Wermutstropfen bleibt der Overbought/Oversold-Indikator. Mit einem aktuellen Wert von 2,0 signalisiert er erstmals seit September 2024 einen überkauften Markt. Damals folgte auf ein vergleichbares Signal zwar eine kurze Konsolidierungsphase, der übergeordnete Aufwärtstrend setzte sich anschließend jedoch unvermindert fort.
Insgesamt hat sich das charttechnische Bild gegenüber Ende Juli spürbar aufgehellt. Zwar ist nach dem kräftigen Kurssprung eine kurzfristige Verschnaufpause jederzeit möglich. Aus technischer Sicht sprechen derzeit jedoch deutlich mehr Indikatoren für eine Fortsetzung der Erholung als für eine Wiederaufnahme der vorherigen Korrektur.

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