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Sprott-Analyse: Warum der Edelmetall-Rallye nur die Puste ausging – nicht die Luft

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Sprott-Analyse: Warum der Edelmetall-Rallye nur die Puste ausging – nicht die Luft

Nach historischen Höchstständen zu Jahresbeginn haben Gold und Silber spürbar korrigiert. Für den Vermögensverwalter Sprott war das jedoch kein Trendwechsel, sondern ein typischer Rücksetzer in einem übergeordneten Bullenmarkt. Maria Smirnova, Chief Investment Officer bei Sprott Asset Management, verweist auf weiterhin intakte fundamentale Treiber: ausufernde Staatsschulden, hohe Haushaltsdefizite, anhaltende Zentralbankkäufe und geopolitische Spannungen.

Gold: Von der Flucht in die Liquidität zur Bodenbildung

Nach den extremen Zuwächsen im Jahr 2025 (+65 % bei Gold, +148 % bei Silber) setzten beide Metalle ihre Rallye bis Ende Januar fort, ehe eine gesunde Korrektur einsetzte. Gold stabilisierte sich im Bereich von 4.000 bis 4.100 USD pro Unze, Silber bei 55 bis 60 USD – beide Notierungen liegen damit weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau.

Die Experten von Sprott unterteilt die Goldpreisentwicklung in drei charakteristische Phasen:

  • Starker Rallye-Auftakt: Zweifel an der Tragfähigkeit staatlicher Schulden trieben Investoren in Gold als neutralen Reservewert außerhalb des US-Dollar-Systems.
  • Liquiditätsengpass im Frühjahr: Geopolitische Turbulenzen führten zu Nachschussforderungen. Gehebelte Investoren mussten Gold verkaufen, um Liquidität zu beschaffen. Ein stärkerer US-Dollar und fallende Ölpreise belasteten zusätzlich.
  • Bodenbildung im Frühsommer: Die anziehende physische Nachfrage und kontinuierliche Käufe der Zentralbanken fingen den Verkaufsdruck ab und schufen eine solide Preisuntergrenze.

Silber-Defizit und bestechende Margen bei Minenaktien

Bei Silber verlief die Bewegung aufgrund des kleineren Marktes und spekulativer Positionierungsabbauten gewohnt volatiler. Die rasche Erholung in Richtung der 60-Dollar-Marke zeigt jedoch, dass die fundamentale Angebotsknappheit wieder in den Fokus rückt: Während die industrielle Nachfrage durch Photovoltaik, Elektrifizierung und KI-Infrastruktur boomt, hinkt das Minenangebot seit Jahren hinterher. Mehrjährige Defizite haben die oberirdischen Bestände weitgehend ausgedünnt.

Gleichzeitig bieten Minenaktien nach Ansicht der Analysten attraktives Nachholpotenzial. Obwohl die Sektor-Bewertungen zuletzt unter der starken Kapitalkonzentration auf US-Big-Tech litten, glänzen die Produzenten mit operativer Stärke: Hohe Margen, robustere freie Cashflows und gesunde Bilanzen prägen das Bild. Strikte Kapitaldisziplin, Dividenden, Aktienrückkäufe sowie eine fortschreitende Branchenkonsolidierung unterstreichen den inneren Wert hochwertiger Rohstoff-Assets.

Kurz gesagt: Rohstoffinvestoren sollten kurzfristige marktweite Volatilitäten klar von den intakten, langfristigen Megatrends unterscheiden.

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