Pure Tungsten drückt aufs Tempo: Mit zwei aussichtsreichen Wolframprojekten positioniert sich das Unternehmen als strategischer Lieferant abseits chinesischer Dominanz. Während die südkoreanische Ssangjon-Mine unmittelbar vor der Anlageninstallation steht, laufen parallel in Tadschikistan (Maykhura-Projekt) die Vorbereitungen für Verifizierungsbohrungen. Diese duale Strategie soll nicht nur die westliche Versorgungssicherheit stärken, sondern auch das Fundament für den geplanten Börsengang im ersten Halbjahr 2027 legen.
Ssangjon-Mine: Überarbeitetes Flowsheet verspricht höhere Ausbringung
In Südkorea stehen die Signale für die Ssangjon-Mine auf Produktionsstart, teilte das Unternehmen in einem Schreiben erst kürzlich mit. Denn die Kernkomponenten der Aufbereitungsanlage sind bereits vor Ort. Die finale Installation, die rund sieben Tage in Anspruch nehmen wird, beginnt voraussichtlich Ende September, sobald die überarbeiteten Steuerungs- und Kontrollsysteme (PLC) eintreffen.
Zeitgleich hat Pure Tungsten eine entscheidende prozesstechnische Anpassung vorgenommen. Anstatt wie ursprünglich geplant ein hochgradiges 65-prozentiges WO₃-Konzentrat direkt in der heimischen Anlage (Hupo) herzustellen, setzt das Management nun auf ein Toll-Processing-Modell. Der neue Prozess: In Ssangjon wird zunächst ein 20-prozentiges WO₃-Konzentrat produziert. Dieses wird anschließend von Masan High-Tech Materials in Vietnam weiterverarbeitet.
Der klare Vorteil für Investoren: Das überarbeitete Flowsheet minimiert die Metallverluste während der Aufbereitung und soll die gesamte Wolframgewinnung um bis zu 15 Prozent steigern. Angesichts historisch starker Wolframpreise priorisiert das Unternehmen damit die maximale Gesamtausbringung des Rohstoffs über eine isolierte Maximierung des anfänglichen Konzentratgehalts.
Strategischer Fokus: Wolfram-Rückführung nach Südkorea
Diese Anpassung der Verarbeitungskette ist nicht nur eine technische, sondern vor allem eine geopolitische Entscheidung. Pure Tungsten verkauft das südkoreanische Material nicht als simples Rohkonzentrat ins Ausland. Das Unternehmen behält das Eigentum an der Ware auch während der Weiterverarbeitung in Vietnam.
Das schlussendliche Ziel ist die Rückführung des Wolframs in Form nutzbarer Zwischen- und Downstream-Produkte nach Südkorea, um dort direkt die lokale Industrie zu bedienen. Damit deckt sich die Strategie von Pure Tungsten exakt mit den Bestrebungen der südkoreanischen Regierung, die heimische Kontrolle über kritische und strategisch wichtige Mineralien massiv auszubauen.
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